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Mitteldeutschland Preise für Bauland in Sachsen steigen – Leipzig zehnmal teurer als Görlitz
Region Mitteldeutschland Preise für Bauland in Sachsen steigen – Leipzig zehnmal teurer als Görlitz
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17:09 23.09.2019
Wer in Sachsen Platz für sein Eigenheim sucht, muss zunehmend mehr Geld für Bauland einplanen. (Archivfoto) Quelle: dpa
Kamenz

In Sachsen steigen die Preise für Bauland weiter rasant an – zuletzt innerhalb eines Jahres im Schnitt um satte 30 Prozent. Das liegt vor allem an der schnell wachsenden Metropole im Norden des Freistaats, aber auch an den zunehmend begehrten Flächen rings herum.

Wer Areale zum Errichten von Gebäuden sucht, muss in Leipzig inzwischen zehn Mal tiefer in die Tasche greifen als in Görlitz. 254,38 Euro kostete im vergangenen Jahr ein Quadratmeter in der Messestadt, hier es am Montag aus dem Statistischen Landesamt. Leipzig ist das mit Abstand teuerste Stück Sachsen. Im Landkreis an der polnischen Grenze waren dagegen durchschnittlich nur 24,78 Euro pro Quadratmeter fällig – so wenig wie sonst nirgends. Ähnlich preiswert sind auch der Vogtland- (24,99 Euro) oder der Erzgebirgskreis (27,73 Euro). Längst hat Leipzig in dieser Kategorie auch die Landeshauptstadt überflügelt: In Dresden kostete das Bauland zuletzt im Schnitt 30 Euro weniger als an der Pleiße.

Mehr als 500 Transaktionen in Nordsachsen

Insgesamt ist der Norden des Freistaates bei Käufern sehr beliebt und deshalb unter Umständen auch teurer. Im Landkreis Leipzig kostete der Quadratmeter zum Errichten mit 103,32 Euro mehr als beispielsweise in der Großstadt Chemnitz (87,69 Euro). In Nordsachsen gab es im vergangenen Jahr die meisten Käufe aller Regionen – 530 an der Zahl. Angesichts der Verfügbarkeit der Flächen lag der Durchschnittspreis dort aber noch bei vergleichsweise moderaten 37,43 Euro. Am wenigstens ge- und verkauft wurde in den vergangenen zwölf Monaten Leipzig (171 Veräußerungen).

Insgesamt wechselten im vergangenen Jahr in Sachsen bei 4340 Transaktionen 8,9 Millionen Quadratmeter sächsisches Bauland ihren Besitzer. Das waren 256 Käufe weniger als noch 2017 – bei 12 Prozent weniger Fläche. Der Durchschnittspreis für sächsisches Bauland stieg innerhalb eines Jahres derweil um 30 Prozent auf 71 Euro pro Quadratmeter an.

Eine ähnliche Entwicklung gab es auch bei landwirtschaftlichen Arealen. 490 veräußerte Hektar bedeuten 2018 gut acht Prozent weniger als im Vorjahr – allerdings wurden mit der geringeren Landwirtschaftsfläche zehn Prozent mehr Umsätze gemacht, konkret 75,3 Millionen Euro. Im Schnitt kostete ein Hektar Ackerland im vergangenen Jahr 14.140 Euro, und somit 20 Prozent mehr als noch 2017. Am günstigsten war es dabei im Landkreis Bautzen (7154 Euro/ha), am teuersten wieder in der Stadt Leipzig (37.679 Euro/ha).

Weitere Fakten aus Sachsen: www.lvz.de/fakten

Von Matthias Puppe

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