Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Pläne für Erzgebirgs-Bahntunnel werden konkreter
Region Mitteldeutschland Pläne für Erzgebirgs-Bahntunnel werden konkreter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:33 17.05.2018
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ist zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Prag. Neben seinem Treffen mit dem tschechischen Verkehrsminister Dan Tok hat er auch einen Hochleistungslaser bei Prag besichtigt.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ist zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Prag. Neben seinem Treffen mit dem tschechischen Verkehrsminister Dan Tok hat er auch einen Hochleistungslaser bei Prag besichtigt. Quelle: dpa
Anzeige
Prag

Die Pläne für einen grenzüberschreitenden Bahntunnel durch das Erzgebirge werden konkreter. „Nach den politischen Bekenntnissen gehen wir nun zu den technischen Fragen und der Projektierung über“, sagte der tschechische Verkehrsminister Dan Tok am Donnerstag nach einem Treffen mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in Prag.

Man sei übereingekommen, dass der insgesamt 26 Kilometer lange Tunnel nach deutschen Vorschriften geplant und betrieben werden solle. Dies werde in einem zwischenstaatlichen Vertrag festgeschrieben, der bis Ende des Jahres unterschriftsreif sei. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts und die geologischen Bedingungen zu überprüfen.

„Sachsen und Tschechien haben ein großes Interesse, dass das große Bahnprojekt der Neubaustrecke Dresden-Prag [...] schnell vorangetrieben wird“, sagte Dulig am Donnerstag. Sorgen der Bürger im Hinblick auf die neue Strecke nehme er ernst. „Wir werden von Anfang an Bürgerbeteiligung gewährleisten“, erklärte er.

Eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse könnte die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden auf eine Stunde von derzeit knapp zweieinhalb verringern. Die derzeitige kurvenreiche Strecke durch das Elbtal gilt als ausgelastet. Zudem klagen Anwohner über die Lärmbelastung. Die Bauarbeiten könnten um das Jahr 2030 beginnen und würden nach derzeitigen Schätzungen rund fünf Milliarden Euro kosten.

Dulig, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, ist zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Prag. Dort will er sich auch über den Einsatz von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr und das europäische Satellitensystem Galileo informieren.

dpa