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Mitteldeutschland Philip Morris baut Logistikzentrum am Flughafen Leipzig – 200 neue Jobs
Region Mitteldeutschland Philip Morris baut Logistikzentrum am Flughafen Leipzig – 200 neue Jobs
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14:40 09.08.2019
Am Flughafen Leipzig/Halle baut jetzt auch Philip Morris. Bis Mitte 2020 soll dort ein neues Logistikzentrum entstehen. Quelle: Flughafen Leipzig Halle
Leipzig/Gräfelingen

Der Tabakriese Philip Morris investiert erneut in Sachsen – dieses Mal aber nicht in Dresden sondern in Leipzig. Am Flughafen Leipzig/Halle soll innerhalb von 12 Monaten ein neues Logistikzentrum hochgezogen werden. 150 bis 200 Jobs sollen dadurch neu entstehen. Die Investition kündigte Philip-Morris-Deutschlandchef Markus Essing am Freitag am Firmensitz in Gräfelfing,bei München an.

„Im Freistaat finden wir ein besonders innovationsfreundliches Umfeld vor“, begründete Essing die Entscheidung, erneut in Sachsen zu investieren. „Damit ist der Freistaat für uns in Deutschland der denkbar beste Ort um ein Logistikzentrum aufzubauen.“ Wo genau in Sachsen der Standort sein soll, ließ Essing offen. Ein Sprecher bestätigte aber auf Nachfrage, dass er im Großraum Leipzig sein werde. Nach LVZ-Information soll der Standort am Flughafen Leipzig/Halle entstehen. Philip Morris wollte sich dazu nicht äußern.

Neuer Standort übernimmt Logistik für Tabakerhitzer aus Dresden

Der Standort soll bereits Mitte 2020 in Betrieb gehen und dann als Drehscheibe für die elektrischen Tabakerhitzer Iqos dienen, die der Konzern künftig in Dresden herstellen will. Ob die neue Fabrik, die Philip Morris dafür in der Landeshauptstadt baut, bis dann fertig ist, steht aber in den Sternen. Eigentlich sollten die 320-Millionen-Dollar-Investition schon in diesem Jahre beendet werden. Doch die Pläne liegen derzeit auf Eis, seit vergangenem Sommer ruhen die Bauarbeiten. Der Konzern hatte aber stets unterstrichen, an dem Projekt festzuhalten. Das hänge aber auch davon ab, wie sich der Markt weiter entwickle.

So soll der Tabakerhitzer Iqos aus Dresden aussehen. Quelle: Philip Morris

Das nun angekündigte Logistikzentrum dürfte zumindest darauf hindeuten, dass die Bauarbeiten in Dresden bald wieder aufgenommen werden. Essing lobte Sachsen als idealen Standort für das neue in Produkt, mit dem sich der Tabakkonzern auf eine Zeit nach der klassischen Zigarette vorbereiten will. Es geben keinen besseren Ort, „um ein Logistikzentrum für unsere Produktinnovation Iqos aufzubauen und unsere Vision einer rauchfreien Zukunft weiter voranzutreiben“.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) freute sich über die Ankündigung. „Die geplante Investition ist ein Vertrauensbeweis in den Standort und ‎die hier im Logistikbereich vorhandene gebündelte Stärke und Kompetenz“, sagte er am Freitag.

Logistkdienstleister über nimmt Bau und Betrieb des neuen Standorts

Bauen will Philip Morris das Logistikzentrum aber nicht selbst. Das soll ein Logistikdienstleister übernehmen, der den Standort dann auch betreiben wird. Noch in diesem Jahr soll der Bau starten, 5000 Quadratmeter wird die neue Halle messen. Auch die 150 bis 200 Mitarbeiter am Standort werden nicht bei Philip Morris direkt angestellt sein, sondern bei dem Dienstleister. Den Namen des Partners wollte der Konzern nicht verraten.

In Dresden hat Philip Morris bisher 300 Mitarbeiter. Für die Iqos-Produktion sollen 500 hinzukommen. Die Produktion der Ost-Zigarette f6 hatte der Konzern aber gerade von Dresden nach Polen und Tschechien verlagert. In dem Werk, das weiter f6 Cigarettenfabrik heißt, wird jetzt vor allem loser Dreh- und Stopftabak hergestellt.

Von Frank Johannsen

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