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Mitteldeutschland Pflanzen und Amphibien leiden unter Trockenheit
Region Mitteldeutschland Pflanzen und Amphibien leiden unter Trockenheit
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08:00 27.07.2019
Die Pflanzen leiden unter Trockenheit. Quelle: dpa/Sebastian Kahnert
Dresden

Amphibien und Pflanzen in Sachsen leiden unter der trockenen und warmen Witterung. Bei den Amphibien sorgen die niedrigen Grundwasserspiegel für Probleme bei der Fortpflanzung, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilte. Die diesjährigen Niederschläge hätten nicht ausgereicht, die schon im warmen Jahr 2018 gesunkenen Pegelstände wieder auszugleichen.

Kein Schutz vor Fressfeinden

In tieferen Gewässern schützt der Wasserstand die Amphibien normalerweise vor Fressfeinden wie den Fischen. In flacheren Gewässern haben Amphibien weniger vor anderen Tieren zu befürchten, hier vermehren sie sich normalerweise gut. In beiden Gewässern – tiefen, wie flachen – fehlt dieses Jahr in Sachsen allerdings Wasser.

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Die Flacheren seien trocken oder trockneten vor dem Landgang der Amphibienlarven aus. In den tieferen Gewässern fräßen Fische vermehrt Amphibien. Weniger stark von der Entwicklung betroffen seien nach Angaben des Landesamtes die Karpfenteichgebiete der Oberlausitz.

Situation spitzt sich weiter zu

Dort sei der Grundwasserspiegel relativ konstant. Dennoch schätzen die Artenschutzexperten des Landesamtes, dass sich die Situation der eingebrochenen Amphibienbestände weiter zuspitzt.

Es gibt aber auch Tierarten, die von der trockenen Witterung profitieren. In den letzten Jahren haben sich nach Angaben des Landesamtes die Violette Holzbiene, der Trauer-Rosenkäfer und die Feuerlibelle in Sachsen ausgebreitet. Die starke Vermehrung von Borken- und Prachtkäfern sei hingegen ein Problem.

Trockenstress bei den Pflanzen

Für die Pflanzen in Sachsen bedeutet die warme Witterung Stress. Genauer: Trockenstress. Das sei sowohl bei Gehölzen als auch bei vielen krautigen Arten beobachtbar. Die warme Witterung sorge dafür, dass sie weniger hoch wüchsen.

Der Trockenstress habe zudem zur Folge, dass die Pflanzen weniger blühten und fruchten und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge seien. Besonders betroffen seien Pflanzen, die an nasse Standorte gebunden seien.

Von RND/dpa/lin

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