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Mitteldeutschland Niederlage im Kampf um SPD-Vorsitz – Köpping zeigt sich enttäuscht
Region Mitteldeutschland Niederlage im Kampf um SPD-Vorsitz – Köpping zeigt sich enttäuscht
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19:21 26.10.2019
Das Kandidaten-Duo für den SPD-Bundesvorsitz, Petra Köpping und Boris Pistorius bei einer SPD.Regionalkonferenz in Dresden. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Am Ende reichte es für Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping und den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius nur für Platz 5. Der Wettstreit um den SPD-Vorsitz geht zwar per Stichwahl weiter. Im zweiten Wahlgang des Mitgliederentscheids treten aber nur noch Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz gegen Nordrhein-Westfalens früheren Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken an. Das gab die Partei in Berlin nach der Auszählung des Mitgliedervotums bekannt. Wie erwartet hat keines der Duos mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten.

Köpping räumte in einer ersten Reaktion gegenüber der LVZ ein, dass sie enttäuscht sei. „Wenn man zu so einer Wahl antritt und 23 Regionalkonferenzen bestreitet, dann möchte man natürlich auch gewinnen.“ Wenn man sich allerdings die Ergebnisse anschaue, so sei offensichtlich, dass die Plätze 3 bis 5 sehr eng beieinander lägen. Insofern sei sie nicht all zu traurig.

Positive Resonanz in den westlichen Bundesländern

„Mir war wichtig, dass ich als Resümee all dieser Touren das Thema Ostdeutschland bekannt machen konnte. Das ist übrigens in den westlichen Bundesländern sehr positiv aufgenommen worden.“ Welches Duo sie nun bei der Stichwahl unterstützen werde, habe sie noch nicht entschieden, räumte Köpping ein. „Ich bin mir aber sicher, dass die SPD-Mitglieder eine gute Entscheidung treffen werden.“

Das neue Duo soll Nachfolger der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles werden. Fest steht nämlich bereits, dass die älteste Partei Deutschlands künftig von einer Doppelspitze geführt wird. Insgesamt 250 Freiwillige aus ganz Deutschland waren beim Auszählen im Einsatz. Zur Wahl standen sechs Kandidatenduos.

Köpping fordert angeglichene Lebensverhältnisse

Köpping hatte zuvor noch einmal für gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West geworben. „Wichtig ist doch, was von einem Gesetzentwurf beim Bürger ankommt“, appellierte sie im MDR. Wie auch Pistorius komme sie selbst aus der Kommunalpolitik und wisse um die Probleme vor Ort. Als Beispiele nannte sie die Sicherheits- und die Integrationspolitik, die die Bürger Umtrieben. Diese kommunale Verbundenheit zeichne sie und Pistorius gegenüber den anderen Kandidatenduos aus.

Pistorius wiederum mahnte seine Partei zur Geschlossenheit. Entscheidend sei am Ende, dass sich alle hinter dem Ergebnis versammelten, auch wenn die Wahlbeteiligung nicht so irre hoch sei, sagte er in Erfurt. „Das Ergebnis muss stehen.“ Es dürfe weder kleingeredet noch relativiert werden.

Die Stichwahl soll nun voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte stattfinden. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids muss dann noch von einem Parteitag Anfang Dezember bestätigt werden,

Von Roland Herold

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