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Region Mitteldeutschland News Wohnungssuche für Studenten in Sachsen immer schwieriger
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17:47 07.10.2019
Ansicht vom Studenten-Wohnheim des Studentenwerks in der Straße des 18. Oktober in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Steigende Mieten, überfüllte WG-Besichtigungen und überschaubare Bafög-Sätze – für viele Studierende ist die Suche nach bezahlbarem Wohnraum die erste große Herausforderung ihrer Universitätslaufbahn. Bisher gilt die Lage in Sachsen noch als vergleichsweise moderat. Mehr als 14 Prozent der Studierenden können hier in Wohnheimen der Studentenwerke untergebracht werden, heißt es vom Wissenschaftsministerium. Das sei nach Thüringen mit 15 Prozent der zweitbeste Versorgungsgrad und deutlich besser als der Bundesdurchschnitt von 9,5 Prozent.

Aber auch hier macht sich der angespannte Wohnungsmarkt zunehmend bemerkbar. Das zeigt etwa eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zu Beginn des neuen Wintersemesters. Demnach reichen die etwa 16 000 Wohnheimplätze der sächsischen Studentenwerke Dresden, Chemnitz-Zwickau, Freiberg und Leipzig nicht aus, um all jene unterzubringen, die wegen eines Zimmers anfragen. Das Land Sachsen stellt deshalb nun Mittel für weitere Heime bereit.

12 Millionen Euro für studentisches Wohnen

So sollen 2019 fünf Millionen und 2020 sieben Millionen Euro an Finanzhilfen an die vier Studentenwerke fließen. Dabei ist ein Teil des Geldes für die Sanierung der Wohnheime vorgesehen, in Leipzig und Dresden sollen aber auch neue Unterkünfte entstehen. „Ich bin froh, dass mit diesen Investitionszuschüssen erstmals seit vielen Jahren wieder ein Wohnheimneubau realisiert werden kann“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD).

In Leipzig können Studierende, laut einer Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) und des Finanzberaters MLP, auf dem freien Wohnungsmarkt mit durchschnittlich 278 Euro noch vergleichsweise preiswert eine Wohnung finden. Bei bundesweit 30 untersuchten Hochschulstädten sieht es nur in Magdeburg mit 251 Euro besser aus, in Dresden werden im Schnitt 302 Euro fällig. Trotz steigender Kosten also noch immer kein Vergleich zu Städten wie München, wo Studierende etwa 700 Euro für ein Zimmer hinlegen müssen.

Erhöhter Druck durch steigende Mieten

Trotzdem erhöht sich auch in ostdeutschen Studentenstädten der Druck auf manch einen schmalen Geldbeutel. „Zunächst sind die Mieten im Süden und Westen, in Plagwitz und der Südvorstadt nach oben gegangen. Das weitet sich jetzt auf ehemals preiswerte Gegenden im Osten wie Volkmarsdorf und Reudnitz aus“, sagt Lukas Gliem vom Studentenrat der Uni Leipzig. Studierende müssten immer mehr auf ungünstige Lagen ausweichen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Rund 5.200 Plätze stellt das Studentenwerk Leipzig in insgesamt 16 Wohnheimen zur Verfügung. 180 bis maximal 360 Euro kosten die WG-Zimmer, Einzelappartements 220 bis 425 Euro. Der Platz in der Wunschbude könne auch bei einer Zusage nicht garantiert werden, heißt es vom Sprecher des Studentenwerks, Michael Mohr „Wir empfehlen ein Zimmer erst mal anzunehmen. Umziehen kann man auch später noch“.

Das Studentenwerk Dresden betreibt nach eigenen Angaben 41 Wohnheime mit etwa 6600 Plätzen in Dresden, Tharandt und Görlitz. Nach aktuellem Stand werden dort in diesem Wintersemester gut 2470 Studienanfänger ein „Zuhause auf Zeit“ finden. „Die Nachfrage ist etwa so hoch wie in den Vorjahren“, sagte Sprecherin Heike Müller. Mehr als 460 Interessenten habe zunächst einen Absage erteilt werden müssen. Einige von ihnen könnten aber möglicherweise bei einer weiteren Vergaberunde in der zweiten Oktoberwoche noch Zimmer erhalten.

Von lvz/ hgw

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