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13:35 07.11.2019
Häufigster Mängel, den Tüv-Mitarbeiter bei den Prüfungen feststellen, ist die defekte Beleuchtungsanlage Quelle: Dieter Sieg/Tüv
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Leipzig

Ölverlust, defekte Bremsen, Probleme mit der Lenkung? Bei Tüv-Prüfungen in Sachsen zeichnen sich Autos statt durch Mängel vorwiegend durch Sicherheit aus. Die Quote der erheblichen Mängel im Freistaat liegt bei 17,3 Prozent. Damit landen die Fahrzeuge in der östlichsten Region von Tüv Süd satte vier Prozentpunkte unter dem bundesweiten Durchschnitt von 21,45 Prozent.

Zum Vergleich: In Bayern haben 19,9 Prozent der geprüften Autos erhebliche Mängel, in Baden-Württemberg 21,8 Prozent und in Hamburg sogar 26,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und im Saarland (gehören zu Tüv Nord) liegen die Werte zwischen 21,5 und 24,2 Prozent.

Dazu Hans-Ulrich Höhn, Technischer Leiter der Überwachungsorganisation bei Tüv Süd und Sprecher der Region Sachsen: „Sächsische Autos haben in Sachen Sicherheit weiter die Nase vorn. Wir freuen uns sehr über dieses ausgesprochen gute Ergebnis.“ Beinahe 73 Prozent absolvierten die Hauptuntersuchung im Freistaat ganz ohne Mängel.

Fahrzeuge in Deutschland sind im Schnitt neuneinhalb Jahre alt

Der Fuhrpark hierzulande wird immer älter, heißt es im Tüv-Report 2020, der ab Freitag im Handel ist. Aktuell liege der Durchschnitt bei neuneinhalb Jahren – 2010 lag er noch bei acht Jahren. „Ein Blick auf die Mängelstatistiken zeigt dagegen: Die Mängelquoten bleiben relativ stabil.“ Aus Sicht der Experten ein klares Signal für ausgezeichnet gewartete Fahrzeuge.

Bei Autofahrern in Deutschland sei generell die Verunsicherung groß, nicht zuletzt wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit und der Diskussion um Dieselfahrverbote. „Da denken viele: lieber das alte Auto weiterfahren.“ Mehr als 40 Prozent der 47 Millionen hierzulande zugelassenen Fahrzeuge sind laut Tüv-Report zehn Jahre alt – oder älter.

B-Klasse als Familienauto hoch im Kurs

Die Experten von Tüv Süd haben speziell einen Blick auf die Altersklasse der sechs und sieben Jahre alten Fahrzeuge geworfen. Grund für die Altersauswahl ist die Tatsache, dass viele dieser Fahrzeuge mindestens über Euro Norm 5 verfügen und damit hierzulande beinahe noch überall fahren dürfen. „Praktische Einkaufshilfe also für den nächsten Gebrauchten“, so ein Tüv-Sprecher.

Blick auf die Klassen: Wer ein neues Auto für die Familie braucht, ist laut statistischer Auswertung aller Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2018 und Juni 2019 wie gesagt in der Altersklasse der Sechs- bis Siebenjährigen mit der B-Klasse robust unterwegs. Der kleine Mercedes-Van punktet nicht nur mit geringen erheblichen Mängeln (7,5 Prozent), sondern zudem mit vergleichsweise wenig Kilometern auf der Uhr (rund 79.000).

SUV-Liebhaber kommen auf ihre Kosten

Aber auch der Golf Plus (11,1 Prozent, 75.000 Kilometer) oder der BMW X3 (11,8 Prozent, 111.000 Kilometer) liegen durchaus noch im grünen Bereich. Soll es unbedingt ein SUV sein, kommen neben dem BMW X3 beispielsweise noch der Audi Q5 (8,5 Prozent, 118.000 Kilometer), Mazda CX 5 (8,8 Prozent, 92.000 Kilometer) oder der Mitsubishi ASX (9,9 Prozent, 100.000 Kilometer) in Frage.

Bei den Kleinwagen fahren sechs bis sieben Jahre alte Mazda 2 (11,1 Prozent) oder Opel Agila (11,3 Prozent) mit den wenigsten Mängeln durch den Tüv-Boxenstopp, heißt es. In der Business-Klasse heben sich der Audi A7 (9,8 Prozent), die Mercedes C-Klasse (11,5 Prozent) oder der Audi A4/5 (11,8 Prozent) positiv von anderen ab.

Mängelliste angeführt von Bremsen und Lichtern

In der Gesamtstatistik im TÜV Report 2020 belegt der Mercedes GLC die Pole Position, und das mit einer durchschnittlichen Quote der erheblichen Mängel von gerade einmal 2,17 Prozent. Vorjahressieger Porsche 911 landet auf den zweiten Platz (2,2 Prozent).

Am Ende der Tabelle finden sich laut Tüv-Experten „alte Bekannte“ wie der Dacia Logan (13,6 Prozent), der Dacia Duster (11,7 Prozent) und der Citroen Berlingo mit 11,2 Prozent.

Die Mängelliste führen defekte Lichter, Bremsen und Fahrwerke an. Auch Schäden an der Auspuffanlage werden von den Prüfern häufig beanstandet. Bundesweit ist die Quote erheblicher Mängel gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

Von Andreas Dunte

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