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Mitteldeutschland Neuer Feinschaum soll Mikro-Erzteilchen aus der Erde holen
Region Mitteldeutschland Neuer Feinschaum soll Mikro-Erzteilchen aus der Erde holen
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08:26 18.06.2019
Erzaufbereitung mit Schaumflotation: Dr. Martin Rudolph (Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR) an der Pilotanlage in Freiberg. Quelle: HZDR/Robert Möckel
Dresden/Freiberg

Neuartiger Feinschaum soll den deutschen Bergen und Abraumhalden auch noch die letzten, winzig kleinen Erzteilchen aus Kupfer, Kobalt und anderen strategisch wichtigen Rohstoffen entreißen. Dafür wollen Bergbau-Ingenieure, Informatiker und Grundlagenforscher unter Führung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) bis zum Jahr 2022 eine neue Flotations-Technologie entwickeln. Weil die daraus erhofften Metalle für die europäischen Hochtechnologie-Industrien besonders wichtig sind, fördert die EU das „Fine Future“-Konsortium aus 16 Partnern mit über 6,2 Millionen Euro.

Die Flotation, die hier verfeinert werden soll, kann man sich wie eine Art Sprudeleffekt vorstellen: Die Ingenieure schütten das Erzgemisch, in dem sich die nur ein paar Mikrometer (Tausendstel Millimeter) kleinen Metallerzbrocken befinden, in spezielle Bäder. Dort erzeugen sie dann Gasbläschen, an die sich die Mikrobrocken anheften und nach oben schwimmen, wo man sie abschöpfen kann.

Flotations-Maschinen gibt es zwar schon lange im Bergbau. „Bei Korngrößen unter 20 Mikrometern – das ist nicht einmal halb so dick wie ein Menschenhaar – gerät die derzeitige Technologie jedoch an ihre Grenzen“, erklärte Martin Rudolph vom HZDR-Tochterinstitut für Ressourcentechnologie (HIF) in Freiberg. „Fine Future“ zielt daher auf innovative Anlagen und verbesserten Rezepturen, mit denen sich auch aus den erschöpft geglaubten Erzadern und Abraumhalden hierzulande noch wertvolle Metalle heraussprudeln lassen. Zudem rechnen die Partner damit, auch umweltschonendere Prozesse in diesem Zuge entwickeln zu können. hw

Von hw

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