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Mitteldeutschland Nach der Hitzewelle in den Kälte-Juli? Temperatursturz bis unter 20 Grad
Region Mitteldeutschland Nach der Hitzewelle in den Kälte-Juli? Temperatursturz bis unter 20 Grad
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09:57 26.06.2019
Kühler Start in den Juli: Laut Wetterprognosen folgt nach der aktuellen Hitzewelle ein Temperatursturz auf bis zu unter 20 Grad. An der Küste kann es auch immer wieder schauern. Quelle: Jens Büttner/dpa
Dresden

Erste Hitzeschäden auf den Straßen, Waldbrandgefahr auf höchster Stufe und in der Stromversorgung drohen im Nachbarland Frankreich Engpässe: Die aktuelle Hitzewelle hat Deutschland und weite Teile Europas fest im Griff. Am heutigen Mittwoch werden einige Hitzerekorde für Juni fallen – im Raum Dresden werden bis zu 38 Grad erwartet.

Atomkraftwerke werden gedrosselt

Dominik Jung vom Portal wetter.net: „In Frankreich kommen die Atomkraftwerke teilweise aus der Puste. Die Anlagen müssen in den kommenden Tagen ihre Leistung drosseln oder ganz heruntergefahren werden, denn sie werden unter anderem mit Flusswasser gekühlt und die Temperaturen der Flüsse steigen in Frankreich aufgrund der Hitzewelle derzeit stark an.“ Dort werden in den nächsten Tagen Spitzenwerte bis zu 43 oder 44 Grad im Schatten gemessen. „Das bringt dann schnell mal die gesamte Stromproduktion des Landes in Straucheln.“

Heißzeit-Juni legt abruptes Ende hin

Doch auch wenn es zurzeit kaum vorstellbar scheint: Das Ende der Hitzewelle kommt ziemlich abrupt. Pünktlich zum Start in den Juli wird es nächste Woche überall deutlich frischer. Gefühlt ist das für einige regelrecht ein Temperaturabsturz, denn die Höchstwerte liegen dann teilweise unter der 20-Grad-Marke. Allerdings ist auch weiter kein ausgiebiger Landregen in Sicht. Erst zum nächsten Wochenende kann es verbreitet Regenschauer geben.

Aktuelle Nachtwerte werden Tageshöchstwerte

Rutschen wir also vom Heißzeit-Juni direkt in einen Kälte-Juli? „Derzeit sieht es tatsächlich so aus, als würden die ersten Julitage ganz schön frisch werden, mit Höchstwerten unter oder um die 20 Grad. Da ist es in dieser Woche ja selbst in den Nächten wärmer. Kurzum: Nach dieser heißen Woche werden die Nachtwerte dieser Woche in der nächsten Woche wohl die Tageshöchstwerte sein,“ erklärt Wetterexperte Jung.

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Langzeittrend: Nächste Hitzewelle kommt

Hat sich damit also schon der Sommer verausgabt? Geht es nach dem US-Wetterdienst AccuWeather, dann kennt auch der dieser Sommer keine Gnade: Es soll noch trockener und noch heisser werden – die nächste Hitzewelle ist laut diesem Langzeitrend nur eine Frage der Zeit. Auch das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF prognostiziert, dass die Temperaturen zwischen Juli und August 2019 die monatlichen Mittelwerte mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent übertreffen.

Ausnahme: Ein Sommertrend zeigt nach unten

Allerdings: Die Konkurrenz vom US-Wetterdienst NOAA hat nach dem kühlen und nassen Mai seine Berechnungen deutlich nach unten korrigiert und einen eher durchwachsenen Sommer für Deutschland prognostiziert. Wetterexperte Jung sagt: „Wollen wir mal hoffen, dass sich die Sommerprognose von AccuWeather so nicht bewahrheiten wird. Das wäre wirklich eine echte Katastrophe.“ Jung bleibt in seiner Prognose bislang vorsichtig – angesichts des Klimawandels hält er Überraschungen für möglich: „Das Wetter schlägt von einem Extrem ins andere: Extreme Hitzephasen wechseln sich mit kühlen Temperaturen, Gewittern und Schauern ab.“

Von Olaf Majer

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