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Mitteldeutschland Nach Zoff Führungswechsel bei der Oschatzer Tafel
Region Mitteldeutschland Nach Zoff Führungswechsel bei der Oschatzer Tafel
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19:00 14.02.2020
Blick in eine Obstkiste in der Tafel. Quelle: Wolfgang Sens
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Oschatz

Die Zukunft der Oschatzer Tafel für Bedürftige steht seit Wochen auf der Kippe. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten die Kreditinstitute dem Verein den Geldhahn zugedreht, da es keinen geschäftsfähigen Vorstand gab. Ein neuer Vorstandsvorsitzender soll den Verein nun retten.

Großer Knall im Vorstand

„Es hat einen großen Knall gegeben“, informierte Sven Wittenberg die OAZ. Der Oschatzer war erst Ende des vergangenen Jahres zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden und löste damit Joachim Rolke ab. Von Anfang an – so vermutet Wittenberg – sei er den anderen Vorstandsmitgliedern ein Dorn im Auge gewesen. Das habe unter anderem daran gelegen, dass er die Zusammenarbeit zwischen den Tafeln in Grimma und Oschatz intensivieren wollte – was vom Oschatzer Tafelvorstand nicht gewollt gewesen sei. Und er habe die Ehrenamtler per Vertrag absichern wollen, was bisher nicht der Fall gewesen sei.

Rücktritt von Sven Wittenberg

Mitte Januar eskalierte die Situation, nachdem ein Vorstandsmitglied seinen Rücktritt erklärt hatte. „Die anderen Vorstandsmitglieder erklärten mir daraufhin: Entweder wir gehen auch – oder du trittst zurück“, erinnert sich Wittenberg. Am 16. Januar zog er die Konsequenzen, erklärte seinen Rücktritt und wird ab April auch kein Mitglied der Oschatzer Tafel mehr sein.

Landeschef: „Wir sind nicht pleite“

„Der Vorstand hat sich auseinander differiert. Ich will aber keine dreckige Wäsche waschen“, begründet Joachim Rolke, warum er den Zoff in der Oschatzer Vereinsspitze nicht öffentlich kommentieren möchte. Rolke ist oberster Chef des Landesverbandes Tafel Sachsen und immer noch Mitglied im Oschatzer Tafelverein. Und er betont: „Wir sind nicht pleite.“ Auf den Vereinskonten würden mehrere Tausend Euro liegen. Und für das laufende Jahr stünden 70 000 Euro Fördermittel für die Erneuerung der Fenster im Dachgeschoss des Tafelgebäudes und den Einbau von Brandschutztüren zur Verfügung.

Karltheodor Huttner als Vorstandsvorsitzender gewählt

Vor zwei Wochen gab es eine erneute Vorstandswahl, bei der Karltheodor Huttner aus Dresden als Vorstandsvorsitzender gewählt wurde. Im Vorstand sitzen weiterhin Mirko Wadewitz, Cindy Friedrich, Bernd Plotzki und Uta Knittel.

Huttner ist 73 Jahre alt, Mitglied im Beirat des Tafel-Landesverbandes und seit reichlich einem Jahr auch Mitglied der Oschatzer Tafel. Der Rentner hat sich bereit erklärt, für eine Wahlperiode an der Spitze des Vereins zu stehen und dabei auch seine beruflichen Erfahrungen einzubringen. Huttner war von 1991 bis 2015 Pressesprecher in sächsischen Ministerien, kennt sich also mit der Arbeit von Behörden aus.

Hoffnung auf Freigabe der Vereinskonten

Die Situation in Oschatz bezeichnet er als „etwas verfahren“. Von November bis jetzt habe es Stillstand gegeben, da der Vorstand nicht notariell bestätigt und damit handlungsunfähig gewesen sei. Dieses Manko ist laut Huttner mittlerweile beseitigt, der Notartermin zur Eintragung des Vereinsvorstandes habe stattgefunden. Er sei zuversichtlich, dass die Vereinskonten in Kürze wieder freigegeben werden und „alles in geordnete Bahnen“ kommt.

Von Frank Hörügel

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