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Mitteldeutschland Mörder von Dresdner Forscherin Suzanne Eaton auf Kreta verurteilt
Region Mitteldeutschland

Mörder von Dresdner Forscherin Suzanne Eaton auf Kreta verurteilt

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07:45 14.10.2020
Auf Kreta ist am Dienstag ein 28 Jahre alter Mann lebenslänglich für den Mord an der Dresdner Max-Planck-Forscherin Suzanne Eaton verurteilt worden. Quelle: imago images / momentphoto/Bonss
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Rethymno

Auf Kreta ist am Dienstag ein 28 Jahre alter Mann für den Mord an der Dresdner Max-Planck-Forscherin Suzanne Eaton zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Gericht in der kretischen Küstenstadt Rethymno sah es als erwiesen an, dass der Mann die zum Tatzeitpunkt 59 Jahre alte amerikanische Biologin im Sommer 2019 vergewaltigt und getötet hat. Mildernde Umstände, die die Verteidigung vorgebracht hatte, waren vom Gericht nicht angenommen worden.

Der Verurteilte hatte während des Verfahrens geltend gemacht, es habe sich um einen Unfall gehandelt, und hatte die Vergewaltigung stets bestritten, berichtete die griechische Zeitung „To Proto Thema“. Er habe seine ursprünglichen Aussagen auf Druck der Polizei hin gemacht.

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 Leichenfund in einer Grotte

Wanderer hatten die Leiche der Frau in einer Grotte nahe der Ortschaft Maleme gefunden. Der Täter - Sohn eines Priesters, verheiratet, zwei Kinder - hatte zugegeben, die Biologin mit seinem Wagen zweimal angefahren zu haben. Der damals 27-Jährige hatte die Frau nach Angaben griechischer Medien dann vergewaltigt und die Leiche in einen Schacht geworfen, der während des Zweiten Weltkriegs als Bunker genutzt worden war.

Chronologie der Ereignisse auf Kreta

2. Juli 2019: Suzanne Eaton verlässt ihr Hotelzimmer in Laufschuhen und wird letztmals lebend gesehen; Geldbörse, Papiere und ähnliches bleiben zurück

4. Juli 2019: Zwei Tage später veröffentlicht Eatons Nichte, die sie nach Kreta begleitet hatte, eine Vermisstenmeldung auf Facebook. Eatons Ehemann, der Dresdner Max-Planck-Direktor Anthony Hyman bricht mit den beiden gemeinsamen Söhnen auf die griechische Insel auf.

In den kommenden Tagen suchen Familie, Konferenzteilnehmer und Einsatzkräfte nach der Verschwundenen. Es kommen Drohnen, Suchhunde, Taucher und Helikopter zum Einsatz.

8. Juli 2019: Am Montag wird eine weibliche Leiche gut zehn Kilometer vom Tagungsort entfernt in einer unterirdischen Grotte gefunden. Ein Zahnvergleich verschafft die traurige Gewissheit: Bei der Toten handelt es sich um Suzanne Eaton.

15. Juli 2019: Griechische Nachrichtenportale berichten, dass ein 27 Jahre alter Kreter die Tat gestanden hat.

16. Juli 2019: Die griechische Polizei bestätigt das Geständnis.

Die aus Oakland (Kalifornien/USA) stammende Biologin war 2000 an das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) nach Dresden gekommen. Mit ihrem Team erforschte sie an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden. Als Professorin am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden war sie zudem maßgeblich beteiligt am Erfolg der Hochschule in der Exzellenzinitiative.

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Die zweifache Mutter war am 2. Juli 2019 am Rande eines Expertentreffens auf der griechischen Insel Kreta Opfer des Verbrechens geworden.

Von Alexia Angelopoulou/dpa