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Mitteldeutschland Immer mehr Sachsen nehmen den Zug: Nahverkehr im Freistaat gewinnt an Beliebtheit
Region Mitteldeutschland

Mit dem Zug zur Arbeit: Immer mehr Sachsen setzen auf Schienen-Nahverkehr

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06:54 28.05.2021
Immer mehr Sachsen fahren mit dem Zug zur Arbeit – wie hier in Dresden.
Immer mehr Sachsen fahren mit dem Zug zur Arbeit – wie hier in Dresden. Quelle: Robert Michael/dpa
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Dresden

Der Nahverkehr auf der Schienen gewinnt in Sachsen an Tempo. „Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass sich das Angebot im sächsischen Nahverkehr auf der Schiene deutlich verbessert hat und dieses auch von immer mehr Menschen genutzt wird“, sagte der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst der Deutschen Presse-Agentur. Das beweise einmal mehr, wie wichtig attraktive Angebote durch einen funktionierenden Wettbewerb auf der Schiene seien: „Ohne die belebende Konkurrenz zwischen der staatlichen Deutschen Bahn und den privaten Eisenbahnen bei Nahverkehrsausschreibungen hätten sich weder die Preise noch der Service im Sinne der Bahnkunden entwickelt.“

Zahl der Reisenden steigt um 48 Prozent

Herbst - Obmann seiner Partei im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages - hat zum Thema Schienenpersonennahverkehr (SPNV) mehrere Anfragen im Parlament gestellt. Aus den Antworten geht unter anderem hervor, dass sich die Zahl der Zughalte an sächsischen Bahnhöfen im SPNV zwischen 2010 und 2019 um 61 Prozent erhöht hat. Die Zahl der Reisenden stieg im gleichen Zeitraum um 48 Prozent. Zugleich nahm der Wettbewerb auf der Schiene zu. 2012 hatte die DB Regio noch 56 Linien in Sachsen bedient, 2021 waren es nur noch 24. „Die gute Entwicklung beim Nahverkehr darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass zahlreiche Regionen noch immer komplett vom Fernverkehr abgekoppelt sind, wie ganz Südwestsachsen oder Ostsachsen“, sagte Herbst.

Das Verkehrsbündnis „Allianz pro Schiene“ führt bei ihren zehn wichtigsten Gründen zur Förderung des Schienenverkehrs auch das Thema Sicherheit an: „Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist im Pkw 55 Mal höher als im Zug. Das Verletzungsrisiko während einer Autofahrt ist 105 Mal höher als während einer Zugfahrt.“ Auch mit Blick auf den Klimaschutz gebe es Vorteile: „Im Personenverkehr verursacht die Schiene pro Personenkilometer halb so viel CO2 wie der Pkw-Verkehr.“

Von RND/dpa