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Mitteldeutschland Ministerin Stange: Konzept für Gedenkstätte Sachsenburg liegt vor
Region Mitteldeutschland Ministerin Stange: Konzept für Gedenkstätte Sachsenburg liegt vor
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17:41 25.04.2018
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) Quelle: dpa
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Dresden

Die Pläne für eine Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenburg in Frankenberg nehmen Gestalt an. Nach Angaben von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) liegt nun ein Konzept vor. Der für die Entscheidung zuständige Stiftungsrat werde Mitte Mai darüber abstimmen, erklärte Stange am Mittwoch im sächsischen Landtag. Das sei der erste notwendige Schritt, um dann in der Folge entsprechende Mittel im Haushalt bereitstellen zu können. Der Initiative Klick, die sich für eine Gedenkstätte starkmacht, dankte Stange für ihr ehrenamtliches Engagement. Einen Antrag der Linken zum Erhalt und Ausbau der Gedenkstätte bezeichnete sie als überholt.

Die Linken hatten in einem Antrag einen Landtagsbeschluss gefordert, der die Regierung dazu auffordern sollte, die erforderliche Unterstützung zur Einrichtung einer Gedenkstätte zu gewähren. „Ich will, dass dort eine Gedenkstätte errichtet wird, relativ schnell“, hatte Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt im Vorfeld erklärt. Die Partei kritisierte, dass dort seit Jahren nicht ausreichend getan werde. Ähnlich äußerten sich die Grünen: Es zähle nun kein Aussitzen und Herumdrücken mehr, sagte Abgeordnete Claudia Maicher.

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Hanka Kliese (SPD) erklärte die relativ lange Zeitdauer zur Entstehung der Gedenkstätte damit, dass sie ein mühseliger Prozess sei, bei dem es auf Genauigkeit ankomme. Iris Firmenich (CDU) machte deutlich, dass die Stadt Frankenberg bereit sei, sich an den Betriebskosten in Höhe von 10 Prozent zu beteiligen. Der Antrag der Linken wurde am Ende abgelehnt.

Das KZ Sachsenburg wurde im April 1933 in der damaligen Spinnerei Textilia unterhalb des Schlosses Sachsenburg eingerichtet. Seine Schließung erfolgte offiziell am 9. Juli 1937. Am 9. September 1937 wurden die letzten Gefangenen abtransportiert. Seit Jahren kämpfen die Initiative Klick und die Lagerarbeitsgemeinschaft für eine Gedenkstätte.

dpa

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