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Mitteldeutschland Milch-Rückruf: Diese Supermärkte in Sachsen und Thüringen sind betroffen
Region Mitteldeutschland Milch-Rückruf: Diese Supermärkte in Sachsen und Thüringen sind betroffen
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17:07 11.10.2019
Diverse Milchpackungen wurden aufgrund einer Bakterienbelastung zurückgerufen – auch in Mitteldeutschland. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Leipzig

Der deutschlandweite Rückruf von Milchbei mehreren Supermärkten trifft auch Kunden in Mitteldeutschland. Aldi, Netto, Edeka, Rewe und Kaufland bestätigten der LVZ auf Anfrage, dass die betreffende Milch auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft wurde. Die Ware wurde überall sofort aus den Regalen genommen. Bei Real und Lidl gab es dagegen Entwarnung. Auch dort wurde zwar die betreffende Milch verkauft – aber nicht in Mitteldeutschland.

Produziert wurde die mit Baktrien verunreinigte Milch aber ausschließlich in Everswinkel in Nordrhein-Westfalen, wie ein Sprecher der Deutsche Milchkontor (DMK) gegenüber der LVZ sagte. DNK hat zwar auch eine Standort in Erfurt. Der sei aber nicht betroffen. „Mit Erfurt hat das nichts zu tun“, so der Sprecher. „Das Problem trat nur in Everswinkel auf.“ Verkauft wurde die Milch aber auch in Mitteldeutschland.

DMK hatte am Morgen einen Rückruf für die in Everswinkel hergestellte „Frische Fettarme Milch 1,5 % Fett“ im Ein-Liter-Pack“ veröffentlich. Sie sei möglicherweise mit Batterien verseucht. Die Milch wurde bei diversen Supermarktketten als Eigenmarke verkauft. Zu erkennen ist das Produkt an der Molkereikennung auf dem Tetra-Pak: DE NW 508 EG.

Aldi: Die betroffene Ware, die hier unter dem Namen „Milsani“ im Angebot war, wurde auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt verkauft, bestätigte eine Aldi Sprecherin. Sie wurde bundesweit an fünf Regionalgesellschaft geliefert, darunter die beiden sächsischen in Beucha (zuständig für die Region Leipzig inklusive Altkreis Delitzsch und Landkreis Leipzig) und Wilsdruff (zuständig für Dresden, Mittelsachsen und Ostsachsen) geliefert.

Nicht betroffen ist das Altenburger Land. Es wird wie ganz Thüringen von Langenwetzendorf aus beliefert, das nicht zu den fünf betroffenen Regionalgesellschaft. Auch Chemnitz und Südwestsachsen wurde aus Thüringen beliefert und ist damit nicht betroffen.

Betroffen ist dagegen Sachsen-Anhalt: Der Süden der Süden des Landes inklusive Halle, Bitterfeld, Zeitz und Weißenfels wurde von Beucha aus beliefert, andere Teile des Bundeslandes aus Barleben. Dort wurde die betroffene Milch ebenfalls vertrieben, bestätigte die Sprecherin.

Betroffen ist laut Aldi „Milsani Frische Fettarme Milch (1,5%), 1 Liter“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15., 18. und 20. Oktober 2019 und der oben genannten Molkereikennung DE NW 508 EG. Anderes Mindesthaltbarkeitsdaten und andere Produkte aus derselben Molkerei seien nicht betroffen

„Wir rufen unsere Kunden dazu auf, die betroffene Ware nicht zu verzehren, sondern diese zu entsorgen oder in einen Aldi-Nord-Markt ihrer Wahl zurückzubringen“, so die Aldi-Sprecherin. „Der Kaufpreis wird dort auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.“

Netto: Der betreffende Artikel, der hier unter dem Namen „Gutes Land“ verkauft wurde, wurde auch in teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft, erklärte eine Sprecherin der Edeka-Tochter. In welchen Läden genau die Milch im Angebot war, ließ sie offen.

Betroffen ist hier „Land frische fettarme Milch länger haltbar 1,5% Fett (1 Liter)“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 14.1, 15., 16., 18. und 20. Oktober und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG. „Verbraucher, die einen der angegebenen Artikel gekauft haben, erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises“, versprach die Sprecherin.

Real: Hier gibt es Entwarnung für Kunden aus Mitteldeutschland. Die Milch wurde zwar auch bei Real unter der Eigenmarke „Tip“ verkauft. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandeburg war sie aber nicht im Angebot, erklärte eine Sprecherin. „Bei uns sind lediglich 58 Märkte betroffen“ – und keiner davon liege in einem der vier genante Bundesländer. Betroffen ist bei Real „Tip Fische Milch 1,5% Fett“ mit Mindesthaltbarkeitsdaten 14., 15. und 18. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG.

Kaufland: Kaufland bot die Milch in neun Bundesländern an, darunter auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, erklärte eine Sprecherin. In Thüringen stand sie demnach nicht in den Läden. Betroffen ist hier „K-Classic Frische Milch 1,5% Fett“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 14., 15. und 18. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG.

Lidl: Mitteldeutschland ist hier nicht betroffen, dafür aber Brandenburg. „Das zurückgerufene Produkt“, so eine Sprecherin, „war ausschließlich in Teilen der Bundesländer Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen erhältlich“. Betroffen ist hier „Milbona Frischmilch 1,5 % Fett, 1 Liter“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 13., 14., 16. und 18. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG.

Metro:Der Großhändler ruft die Milch vorsorglich bundesweit zurück. Betroffen ist hier „Aro Frische Milch 1,5% Fett“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15. und 18. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG. Ob die auch an die sächsischen Großmärkte in Leipzig und Dresden geliefert wurde, konnte eine Sprecherin nicht sagen. „Wir rufen das Produkt vorsorglich bundesweit zurück.“

Käufer der zurückgerufenen Milch werden direkt informieren. Denn anders als im Supermarkt müssen sich bei dem Großhändler alle Kunden ausweisen, jeder Kauf wird im Kundenkonto registriert. Dadurch könne man die Käufer nun direkt anschreiben und warnen.

Edeka/Marktkauf/Konsum: „Der Artikel wurde bei Edeka nicht bundesweit, aber in mehreren Regionen angeboten, darunter auch Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg“, sagte eine Sprecherin der Edeka-Zentral in Hamburg. Denn die beiden die für Mitteldeutschland zuständigen Regionalgesellschafte Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen und Edeka Minden-Hannover, die auch Sachsen-Anhalt abdeckt, wurden aus Everswinkel beliefert. Betroffen ist hier auch die Edeka-Tochter Marktkauf und der Konsum Leipzig, der von Edeka Nordbayern beliefert wird.

Betroffen ist hier „gut & günstig Frische fettarme Milch länger haltbar 1,5% Fett, 1 Liter“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 14., 16., 18. und 20. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG. „Edeka- und Marktkauf-Kunden können den betroffenen Artikel bei den jeweiligen Verkaufsstätten zurückgeben“, so die Sprecherin „Selbstverständlich wird der Verkaufspreis auch ohne Kassenbon erstattet.“

Rewe: Die betroffene Milch wurde hier in neun Bundesländern angeboten, darunter auch Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandeburg, erklärte eine Sprecher. Betroffen ist „ja! Frische Milch 1,5% Fett, 1 Liter“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 14., 15., 18. und 20. Oktober 2019 und besagter Molkereikennung DE NW 508 EG. Über den Rückruf wurde gestern per Aushang in den Läden informiert. „Selbstverständlich können die Kunden das Produkt im Markt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet“, erklärte der Sprecher. Und zwar „auch ohne Vorlage des Kassenbons“, wie es auf dem Aushang in den Läden hieß.

Von Frank Johannsen

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