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Mitteldeutschland Merkel lädt zur Luftfahrtkonferenz: 500 Gäste diskutieren im DHL-Hangar
Region Mitteldeutschland Merkel lädt zur Luftfahrtkonferenz: 500 Gäste diskutieren im DHL-Hangar
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17:18 20.08.2019
Promi-Auflauf statt Flugzeugwartung: Im DHL-Hangar am Flughafen Leipzig/Halle müssen die Frachtflieger am Mittwoch Platz machen für die Nationale Luftfahrtkonferenz. Quelle: Jan Woitas/dpa
Schkeuditz

Den Veranstaltungsort kennt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch von früher: Vor 13 Jahren war die Kanzlerin, damals erst elf Monate im Amt, schon am Flughafen Leipzig/Halle, um auf der Baustelle von DHL Bergfest zu feiern. Schon da sprach sie von einem „guten Tag für ganz Deutschland“.

Am Mittwoch kommt sie erneut hierher: Auf der ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz will sie die Weichen für die künftige Luftfahrtstrategie in ganz Deutschland stellen. Und zwar mitten in dem Hangar, in dem DHL sonst seine hier stationierten Frachtmaschinen wartet. Und das bei laufendem Betrieb, wie ein DHL-Sprecher erklärte: Die Wartung der Maschinen gehe auch während der Konferenz weiter – direkt vor den Augen der 500 Teilnehmer.

Kretschmer: „Das ist wie ein Ritterschlag für Leipzig

„Es freut mich, dass wir diese hochkarätige Konferenz bei uns in Sachsen haben“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der am Nachmittag direkt vor Merkel eine Rede halten will. „Das ist wie ein Ritterschlag für das Luftfrachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle.“

Schließlich sei der Airport „eines der Aushängeschilder der sächsischen Wirtschaft“, fügte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hinzu, der die Konferenz am Morgen eröffnen wird. „Mit Blick auf die Diskussionen um den Klimawandel brauchen wir neue Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit. Hierzu kann die Konferenz für den Luftverkehr einen konstruktiven Beitrag leisten.“

Der Name Leipzig könnte dabei sogar zum Markenzeichen werden: Denn in Schkeuditz soll nicht nur darüber beraten werden, wie es mit der Luftfahrt weitergehen soll. Am Ende ist auch ein Abschlussdokument geplant, das den Namen der Messestadt im Titel tragen wird: „Leipziger Statement für die Zukunft der Luftfahrt“. Das Dokument soll direkt nach der Rede der Kanzlerin unterzeichnet werden. Und es soll dann die Grundlage bilden für die anstehende Überarbeitung der Luftfahrtstrategie des Bundes.

Do328 wird in Schkeuditz wiederbelebt

Ein erstes konkretes Ergebnis wird Wirtschaftsminister Dulig bereits am Morgen kurz vor Konferenzbeginn am Airport präsentieren: In Schkeuditz soll eine Flugzeugfabrik entstehen, und die Pläne will der Minister am Mittwoch zusammen mit dem Investor vorstellen. Das US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation will hier zusammen mit seiner deutschen Tochter 328 Support Services GmbH die legendäre Turboprop-Maschine Dornier 328 neu auflegen. Auf der Luftfahrkonferenz soll wird dann auch erstmal der überarbeiteten Maschine gezeigt.

Neben Merkel werden auch ihre beiden Minister Peter Altmaier (Wirtschaft, CDU) und Andreas Scheuer (Verkehr, CSU) in Schkeuditz erwartet, aus Frankfurt reisen Lufthansa-Chef Carsten Spohr und der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann an. Den ganzen Tag über wollen die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dann darüber beraten, „wie man die Luftfahrt zukunftsfähig und nachhaltig machen kann“, so eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums.

Das neue Format hatten Union und SPD 2018 in ihrem Koalitionsvertrag verabredet, in dem auch der weitere Ausbau von Leipzig/Halle zum zentralen Fracht-Drehkreuz vereinbart wurde. Künftig soll es künftig alle zwei Jahre eine Nationale Luftfahrkonferenz geben, sagte die Sprecherin des Verkehrsministeriums – doch „immer in wechselnden Bundesländern“. Die nächste werden daher 2021 nicht wieder in Sachsen stattfinden.

Von Frank Johannsen

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