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Mitteldeutschland Menschen in Mitteldeutschland fürchten Hochwasser, Stürme und Erdbeben
Region Mitteldeutschland Menschen in Mitteldeutschland fürchten Hochwasser, Stürme und Erdbeben
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17:55 13.02.2019
Das Hochwasser der Freiberger Mulde überschwemmte 2013 das Zentrum von Döbeln. Quelle: Jens Wolf / dpa
Leipzig

Naturkatastrophen gehören in Mitteldeutschland zu den Ausnahmefällen. Bilder zerstörter Landstriche, die infolge von Erdbeben, Tsunamis oder monsunartiger Regenfällen unbewohnbar wurden, kommen eher aus anderen Teilen der Erde. Dennoch mussten auch die Menschen hierzulande bereits leidvolle Erfahrungen mit Naturphänomenen sammeln. Und diese haben Spuren hinterlassen. Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für ein Versicherungsunternehmen ergeben hat, fürchtet sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen etwa jeder Dritte vor Hochwasser. Aber auch die Angst vor schweren Stürmen ist in den drei Bundesländern weit verbreitet.

Beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 waren nach tagelangen Regenfällen Elbe und Donau über die Ufer getreten, allein in Sachsen kamen 20 Menschen ums Leben, entstand ein Schaden von sechs Milliarden Euro. Ähnliches wiederholte sich im Juni 2013, damals waren Anrainer von Mulde, Saale und Weißer Elster betroffen. 34 Prozent der Anfang Januar von YouGov im Freistaat befragten Menschen gaben an, dass die Angst vor Hochwassern weiter für sie ein Thema sei. In Sachsen-Anhalt waren es 37 Prozent, in Thüringen 28 Prozent. Ähnliche Werte wurden auch aus Bayern oder Niedersachsen gemeldet, in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern spielt diese Gefahr dagegen eine geringere Rolle.

Im Januar 2007 fegte Orkan Kyrill mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde über den Kontinent, 13 Menschen starben bundesweit, Milliardenschäden gab es auch in Sachsen. Elf Jahre später folgte Sturm Friederike, wieder wurden Dächer abgedeckt, fiel der Strom phasenweise aus. Für die Bewohner in Sachsen ist die Angst vor solchen Stürmen heute sogar noch präsenter als die vor erneuten Hochwassern. 39 Prozent der von YouGov Befragten gaben an, dass sie Stürme als Problem sehen – in Sachsen-Anhalt waren es 36 Prozent, in Thüringen 30 Prozent.

Angst vor Erdbeben weit verbreitet

Dass nicht jede Angst letztlich auch mit realen Erlebnissen verknüpft sein muss, zeigt die am dritthäufigsten genannte Naturkatastrophe: Erdbeben. Zwar gibt es Erschütterungen auch hierzulande, allerdings sind jene meist schwach und nicht mit den Ereignissen entlang des pazifischen Feuerrings zu vergleichen. In den vergangenen Jahren traten in der Region um Nový Kostel (Tschechien) zumindest mehrere Schwarmbeben auf, die auch in Sachsen und Thüringen zu spüren waren. Immerhin 28 Prozent der sächsischen Befragten gaben an, dass sie Angst vor schweren Erdbeben haben, in Thüringen waren es sogar 40 Prozent. Überboten wird dieser Wert bundesweit nur noch im Saarland, wo jeder Zweite Erdbeben fürchtet.

Weitaus geringere Bedeutung als Hochwasser, Sturm und Erdbeben haben im mitteldeutschen Angstspektrum andere Naturkatastrophen, wie Erdrutsche, Hagel, Starkregen oder Sturmfluten. 16 Prozent der Sachsen erklärten, dass sie sogar keinerlei Naturphänome fürchten. Tendenziell nimmt das Thema Angst im Alter eher zu – und führt letztlich dazu, dass häufiger Versicherungen abgeschlossen werden. 74 Prozent der Befragten über 55 Jahren hatten beispielsweise eine Hausratversicherung, bei den 18- bis 24-Jährigen war dies nur etwa jeder Dritte.

Von Matthias Puppe

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