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Mitteldeutschland Mathe-Abi war in Sachsen nicht zu schwierig
Region Mitteldeutschland Mathe-Abi war in Sachsen nicht zu schwierig
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18:00 12.05.2019
Zu schwieriges Mathe-Abi? Sachsen sagt: Nein! Quelle: Armin Weigel/dpa
Dresden

Auf die Protestwelle folgt die Entwarnung: Das Mathematik-Abitur ist nicht zu schwierig gewesen – zumindest in Sachsen. Auf Bitten des Landesschülerrates haben Fachpädagogen in der vergangenen Woche die Klausur eingehend geprüft. Das Fazit lautet: Der Schwierigkeitsgrad der Abiturprüfung 2019 entspricht in vollem Umfang den Vorgaben der Bildungsstandards. „Das Ergebnis verwundert nicht. So gingen bis dato keine Beschwerden oder Kritiken im Kultusministerium und Landesamt für Schule und Bildung ein – weder von Schülern, Eltern noch Lehrern“, erklärt Dirk Reelfs, der Sprecher des sächsischen Bildungsministeriums. Deutschlandweit prüfen derzeit Fachdidaktiker und Kultusbehörden die kritisierten Aufgaben, ob sie mit den Bildungsstandards und Lehrplaninhalten des jeweiligen Bundeslandes zu vereinbaren sind.

Fachpädagogen haben alle Teilaufgaben analysiert

Bei der Untersuchung durch sächsische Fachpädagogen sei für jede einzelne Teilaufgabe nochmals der Anteil der Bewertungseinheiten gemäß den Niveaustufen der Bildungsstandards analysiert worden, so Reelfs. Außerdem hätten das auch zahlreiche weitere Lehrkräfte und Schulleiter, mit denen das Kultusministerium in den letzten Tagen Kontakt hatte, bestätigt. „Darüber hinaus liegen keinerlei Erkenntnisse vor, dass Themen der Prüfung nicht im Unterricht behandelt worden sind“, fügt der Ministeriumssprecher hinzu.

Kultusministerium: Schülerprotest zeigt, wie mächtig das Netz geworden ist

Nach der Mathe-Klausur hatte es bundesweit heftige Kritik an den Aufgaben gegeben. An 13 Online-Petitionen hatten sich in den sozialen Netzwerken insgesamt mehr als 100 000 Unterzeichner beteiligt. In Sachsen waren es rund 2000 Unterstützer, darunter aber etliche aus anderen Bundesländern. „Der sozial-medial verbreitete Schülerprotest zeigt, wie mächtig das Netz inzwischen geworden ist“, sagt Reelfs. Es spreche „vieles dafür, dass solche Phänomene von nun an in jedem Jahr die Kultusbehörden beschäftigen werden“ – alljährliche Klagen über zu schwere Prüfungen seien damit vorprogrammiert. Denn, so der Ministeriumssprecher: „Eine Online-Petition zu starten, fällt nicht schwer.“

Von Andreas Debski

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