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Mitteldeutschland Linken-Chef fordert Ende der sächsischen Buß-und-Bettag-Regelung
Region Mitteldeutschland Linken-Chef fordert Ende der sächsischen Buß-und-Bettag-Regelung
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12:36 20.11.2018
Der Fraktionschef der Linken im Landtag, Rico Gebhardt Quelle: dpa
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Dresden

Der Fraktionschef der Linken im Landtag, Rico Gebhardt, fordert ein Ende der sächsischen Sonderregelung beim Buß- und Bettag. Es sei ungerecht, dass die Beschäftigten einseitig belastet worden seien, teilte Gebhardt am Dienstag mit. 1995 hatte die damalige CDU-Regierung den Erhalt des Buß- und Bettages als Feiertag beschlossen. Im Gegenzug dafür zahlen die Arbeitnehmer in Sachsen einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung. In allen übrigen Bundesländern wurde der Feiertag gestrichen.

Sind Feiertage, die nur in einem Teil Deutschlands begangen werden, noch zeitgemäß?

Manch einer pendelt in fremde Bundesländer, andere arbeiten vom Homeoffice aus mit Kollegen aus der ganzen Republik. Steht ein uneinheitlicher Feiertag an, stellt das mobile Arbeitswelten vor Herausforderungen. Und dass Kollege X frei hat, während Y schuften muss, mutet manchmal auch ungerecht an.

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Es sei nicht nachzuvollziehen, dass etliche Bundesländer genauso viele oder sogar mehr Feiertage hätten, die Sachsen aber eine Art „Bußgeld“ für einen Tag zahlen müssten, kritisierte Gebhardt.

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Der MDR berichtete, dass es im Landtag derzeit keine konkrete Pläne gebe, die nicht paritätische Finanzierung der Pflegeversicherung in Sachsen abzuschaffen. Das habe eine Umfrage des Magazins „Umschau“ in den Landtagsfraktionen ergeben.

dpa