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Mitteldeutschland Linke: Kita-Notbetreuung in Sachsen für alle Alleinerziehenden mit Job
Region Mitteldeutschland Linke: Kita-Notbetreuung in Sachsen für alle Alleinerziehenden mit Job
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08:57 26.04.2020
Eine Mutter arbeitet im Homeoffice und hat dabei ihren 18 Monate alten kleinen Sohn auf dem Schoss. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Dresden

Die Linken haben Sachsens Regierung aufgefordert, allen berufstätigen Alleinerziehenden die Notbetreuung ihrer Kinder zu ermöglichen. Bisher ist das je nach Bundesland für sogenannte systemrelevante Berufe wie Lehrer, Krankenschwester oder Verkäuferin verschieden geregelt. Gerade für Alleinerziehende sei es in diesen Zeiten ein großes Problem, die Kinderbetreuung zu organisieren, sagte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke). Sachsen sollte dem Vorbild anderer Länder folgen und die Betreuung für Betroffene aller Berufsgruppen öffnen.

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Linke: Kinderbetreuung ist körperliche und psychische Belastung für Eltern

„Die Corona-Pandemie zeigt, welche wichtige Arbeit Alleinerziehende in unserer Gesellschaft leisten, viele von ihnen in systemrelevanten Bereichen. Doch statt ihnen unter die Arme zu greifen, bürdet ihnen die Bundesregierung mit der Covid-19- Arbeitszeitverordnung noch mehr Arbeitsbelastung auf“, sagte Zimmermann mit Blick die Erlaubnis für längere Arbeitszeiten. Kinder bekämen dann ihre Mutter oder ihren Vater gar nicht mehr zu Gesicht. Hinzu komme die körperliche und psychische Belastung für alleinerziehende Eltern durch überlange Arbeitszeiten neben Haushalt und Kindererziehung.

„Es trifft ausgerechnet diejenigen, die schon in der Vergangenheit mit Arbeitszeitverstößen, Überstunden und miserabler Bezahlung zu kämpfen hatten. Die Ausweitung der Arbeitszeiten muss unverzüglich rückgängig gemacht werden“, sagte Zimmermann, die im Bundestag den Vorsitz des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend innehat.

Rund 90.000 berufstätige Alleinerziehende in Sachsen

Laut Statistik gibt es in Sachsen rund 90.000 Erwerbstätige, die ihren Nachwuchs allein betreuen - 76.000 Mütter und 14.000 Väter. Viele von ihnen arbeiten in Berufen, die für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind. Allein im Gesundheits- und Sozialwesen sind es Zimmermann zufolge etwa 20.000, im Bereich Erziehung und Schulen 9000 und im Handel etwa 12.000.

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Von RND/dpa

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