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Mitteldeutschland Lieferengpass: Vorerst keine neuen Impftermine in Sachsen
Region Mitteldeutschland

Lieferengpass: Vorerst keine neuen Impftermine in Sachsen

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16:32 17.01.2021
Vorläufiger Impfstopp: Für die sächsischen Impfzentren werden ab Montag zunächst keine weiteren Termine für den schützenden Pieks vergeben (Symbolbild).
Vorläufiger Impfstopp: Für die sächsischen Impfzentren werden ab Montag zunächst keine weiteren Termine für den schützenden Pieks vergeben (Symbolbild). Quelle: André Kempner
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Dresden

In Sachsen können vorerst keine neuen Impftermine vergeben werden. Weder online noch telefonisch sei eine Vereinbarung ab Montag möglich, sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Grund dafür ist der angekündigte Lieferengpass des Impfstoff-Herstellers Biontech-Pfizer. „Wir können leider nur so viele Termine vergeben, wie wir auch Impfstoff haben“, erklärte Kranich. Nun müsse man erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickle.

Impftermine in Kalenderwoche 3 abgesichert

Bisher wurden rund 9000 Impftermine über das Online-Buchungsportal vergeben. Diese könnten in der kommenden Woche abgesichert werden, betonte Kranich. Für übernächste Woche allerdings könnten wegen des fehlenden Impfstoffes keine Termine in den Impfzentren angeboten werden. Am Montag (18. Januar) sollte die Telefonhotline mit der Vergabe von Terminen starten – ohnehin später als geplant. Bisher werden über die Nummer lediglich Fragen zum Thema Impfen beantwortet.

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Wiederholungsimpfung garantiert

Sachsen garantiert trotz des Lieferengpasses beim Corona-Impfstoff jedoch die Wiederholungsimpfung. Das gilt für Menschen, die seit dem 27. Dezember bereits geimpft wurden, sowie für jene, die schon einen Termin für die nächsten Tage haben. Das hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) betont. Sachsen hat die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen für die zweite Impfung zurückgehalten.

Erste Sachsen erhalten zweite Corona-Impfung

Unterdessen hat Sachsen mit der Verabreichung der zweiten Dosis begonnen: Drei Wochen nach Impfbeginn wurden am Sonntag die Heimbewohner in einem Pflegeheim in Lichtentanne (Landkreis Zwickau) erneut geimpft. Darunter die 85-jährige Hanna Hertzsch, die als eine der Ersten in Sachsen einen Piks bekommen hatte. Sie habe wie die anderen den Impfstoff gut vertragen, sagte die Sprecherin des Trägers, Tanja Kurz. Am Morgen sei ein mobiles Impfteam gekommen, um 50 von 55 Heimbewohnern eine zweite Dosis zu verabreichen. Insgesamt wurden am Sonntag in Sachsen dem DRK zufolge 151 Zweitimpfungen gespritzt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die Impfquote in Sachsen inzwischen bei 10,7 pro 1000 Einwohner (Stand Samstag) – und hinkt damit im Vergleich zu anderen Bundesländern weiter hinterher. Bisher bekamen knapp 43 500 Menschen eine Schutzimpfung – mit rund 34 400 waren die meisten Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich.

Von dpa