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Mitteldeutschland „Sgladschdglei“: Leipziger übersetzt Asterix-Band auf Sächsisch
Region Mitteldeutschland „Sgladschdglei“: Leipziger übersetzt Asterix-Band auf Sächsisch
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22:20 20.02.2019
Neuer Mundart-Asterix auf Sächsisch Quelle: Les Éditions Albert René
Leipzig

„Sgladschdglei“, sagt Asterix, „abor gee Beifall!“ beendet Obelix im neuen Asterix-Mundart-Band auf Sächsisch den Schlachtruf. Die Übersetzung des dritten sächsischen Bandes übernahm zum ersten Mal der gebürtige Leipziger Thomas Nicolai.

Der Entertainer, Schauspieler und Hörspielsprecher schrieb unter anderem „Sächsisch für Anfänger“ und übersetzte die Simpsons in seinen Heimatdialekt.

Vorlage für den Mundart-Band „Sgladschdglei“, der am 7. März erscheint, war „Asterix als Gladiator“. Troubadix wird von den Römern gefangen genommen und zu Cäsar gebracht. Eigentlich als Geschenk gedacht, langweilt der Barde den Kaiser: Er soll den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden.

Krumbiegl wird zu Krumbiegelix

Asterix und Obelix finden sich im Laufe des Abenteuers im Kolosseum wieder, um den singenden „Gallchor“ zu retten. Sie lassen sich dafür zu Gladiatoren ausbilden. Dabei kommt es zu lustigen Situationen und natürlich zum Kampf. Wobei manch „Rehmor“ diesmal keine Schläge, sondern „ordendlich Wammse grichd“.

Neben den altbekannten Figuren aus den Asterix-Bänden, begegnet dem Leser eine sächsische Berühmtheit. Thomas Krumbiegel von den Prinzen verleiht seinen Namen an den Wirt Krumbiegelix. „Ich werde endlich berühmt“, soll Krumbiegel gesagt haben, als ihn Nicolai fragte.

Übersetzer von Asterix-Mundart-Band Thomas Nicolai Quelle: Bernd Brundert

Damit auch jeder Nicht-Sachse versteht, was die Worte bedeuten, gibt es am Anfang und Ende des Bandes einige Erklärungen.

„Das hat unglaublichen Spaß gemacht. Ich habe extra meine sächsischen Freunde nach speziellen Ausdrücken gefragt, damit es authentisch wird“, erzählt Nicolai. Sein Kollege Hennes Bender, der den Ruhrpott-Band übersetzt hat, habe den Kontakt zum Verlag hergestellt.

Nachdem Nicolai eine Vorlage seiner sächsischen Übersetzung an die Egmont Comic Collection schickte, sei er mit offenen Armen in Empfang genommen worden, da die Nachfrage nach einem sächsischen Band groß war.

Kostprobe auf der Buchmesse

„Sgladschdglei“ ist der dritte sächsische Mundart-Band. Vor 17 Jahren sprachen Asterix und seine Freunde zuletzt in dem Dialekt. „Es wurde Zeit für den dritten sächsischen Band in der Reihe der Asterix-Mundart-Alben“, sagt Maria Schreier, Pressesprecherin der Egmont Comic Collection.

Eine kleine Kostprobe seines Sächsisch, wird Nicolai auf der Leipziger Buchmesse zum Besten geben. Am 23. März wird er um 11 Uhr in Halle 1 beim Schwarzen Sofa anzutreffen sein, um den Asterix-Mundart-Band vorzustellen.

Ausschnitte aus dem Buch werden gezeigt, sodass die Besucher sowohl Nicolais Stimme lauschen als auch mitlesen können. „Ich glaube, das wird eine unterhaltsame Lesung“, so der 55-Jährige, der außerdem noch einiges zu den Mundart-Bänden erzählen wird.

Von Nicole Grziwa

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