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Mitteldeutschland Leipziger Richter weisen letzte Klage ab – A143 kann gebaut werden
Region Mitteldeutschland Leipziger Richter weisen letzte Klage ab – A143 kann gebaut werden
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14:00 12.06.2019
Die Autobahn 143 westlich von Halle ist derzeit nur zu einem Teil gebaut. Naturschützer hatten gegen das Projekt geklagt. (Archivbild) Quelle: Jan Woitas/dpa
Leipzig

Die Westumfahrung Halle als Teilstück der Autobahn 143 darf gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch die letzte verbliebene Klage gegen die Trasse ab. Aus Sicht der Richter sind die aktualisierten Planungen für den rund 13 Kilometer langen Abschnitt mit Naturschutzrecht vereinbar. Damit endet ein jahrelanges juristisches Tauziehen um die Autobahn.

Vor mehr als zehn Jahren hatten die Leipziger Richter schon einmal über die Westumfahrung entschieden und damals den Gegnern Recht gegeben. Daraufhin musste aufwendig umgeplant werden.

Naturschützer enttäuscht

Naturschützer und Autobahngegner reagierten enttäuscht auf die Entscheidung. Sie seien überrascht, dass das Bundesverwaltungsgericht in allen strittigen Punkten zugunsten der Autobahn entschieden habe, sagte Conrad Kunze von der Bürgerinitiative Saaletal nach dem Urteil am Mittwoch.

Die Bürgerinitiative hatte in der Vergangenheit Geld und Unterschriften gegen den Bau gesammelt. Sie trat vor Gericht nicht selbst auf, unterstützte aber den letzten verbliebenen Kläger.

A143 soll entlasten

Aus Sicht der Gegner ist die A143 ein überflüssiger Eingriff in ein wertvolles Naturschutzgebiet. Die Befürworter erhoffen sich hingegen eine Entlastung der Stadt Halle vom Durchgangsverkehr. Dabei soll der neue Abschnitt die Autobahnen A38 und A14 miteinander verbinden und so auch für weniger Stau und schlechter Luft sorgen.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) pocht nach der Entscheidung darauf, dass schnell gebaut wird. Die Stadt habe lange auf die Vollendung warten müsse, teilte er am Mittwoch mit. Halle werde mit dem neuen Abschnitt für Unternehmen als Wirtschaftsstandort noch interessanter, glaubt Wiegand.

„Meilenstein“ für die Infrastruktur

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) bezeichnete die Entscheidung als „einen der größten Meilensteine“ für die Infrastruktur im Land. Noch im Herbst soll Spatenstich für die Trasse sein. Im Jahr 2025 soll dem Minister zufolge der Verkehr fließen.

Das Großprojekt mit einer gut ein Kilometer langen Brücke und zwei gut 300 Meter sowie 200 Meter langen Tunneln soll nach jetzigem Stand 350 Millionen Euro kosten.

Von jhz/dpa

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