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Mitteldeutschland Leipziger Prozess gegen Petry wegen Steuerhinterziehung abgesagt
Region Mitteldeutschland Leipziger Prozess gegen Petry wegen Steuerhinterziehung abgesagt
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21:38 24.04.2019
Schon im Dezember stand Frauke Petry in Leipzig vor Gericht – ein Prozess wegen Steuerhinterziehung ist vorerst abgesagt worden. (Archivbild) Quelle: Kempner
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Leipzig

Der für nächsten Montag geplante Prozess gegen Ex-AfD-Chefin Frauke Petry wegen Steuerhinterziehung und Subventionsbetrug ist abgesagt worden. Petry sei verhandlungsunfähig, sagte Stephan Blaschke, Sprecher des Leipziger Amtsgerichts, am Mittwoch. Die beiden Verhandlungstage für die Hauptverhandlung am 29. April und 6. Mai seien aufgehoben worden.

Neue Termine stehen demnach noch nicht fest. Der Prozess hatte schon einmal im vorigen Dezember begonnen, wurde damals aber wegen einer nicht formgerechten Ladung von Petrys Verteidiger ausgesetzt.

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Förderung beantragt und erhalten

Die Staatsanwaltschaft Leipzig beschuldigt die Politikerin, 2014 eine Förderung für eine sogenannte Turn-Around-Beratung für ihre in Schieflage geratene Firma beantragt und erhalten zu haben.

Allerdings habe die Beratung nicht der Firma, sondern ausschließlich der Vorbereitung und Begleitung ihrer persönlichen Insolvenz gegolten.

Geldstrafe in Dresden

Dennoch habe Petry die Rechnung über die Firma beglichen und auch bei der Umsatzsteuervoranmeldung geltend gemacht. Gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft hatte Petry Widerspruch eingelegt.

Die 43-Jährige hatte erst vor wenigen Wochen hochschwanger in Dresden vor Gericht gestanden. Das Landgericht in der Landeshauptstadt verurteilte die Politikerin wegen fahrlässigen Falscheids zu 6000 Euro Geldstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von LVZ