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Mitteldeutschland Leipzig und Dresden hinken beim Einkommen weiter hinterher
Region Mitteldeutschland Leipzig und Dresden hinken beim Einkommen weiter hinterher
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09:56 24.04.2019
Die durchschnittlichen Einkommen der privaten Haushalte unterscheiden sich in den Landkreisen einer Untersuchung zufolge sehr stark. Auch innerhalb von Ostdeutschland gibt es deutliche Differenzen. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Die Städte Leipzig und Dresden hinken beim verfügbaren Einkommen ihrer Einwohner weiter hinterher. Chemnitz liegt hingegen mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 19.659 Euro über dem Landesdurchschnitt. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung für das Jahr 2016 hervor.

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen - also das Geld, das private Haushalte für den Konsum ausgeben oder sparen können - lag in Sachsen demnach bei 19.191 Euro.

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In einem Vergleich der 15 größten deutschen Städte belegt Leipzig mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 17.770 Euro nur den vorletzten Platz. Lediglich Duisburg schnitt mit 16.881 Euro noch schlechter ab. Dresden rangiert mit 18.922 Euro auf dem drittletzten Platz. Auch im Vergleich der zehn Landkreise und drei kreisfreien Städte in Sachsen bildet Leipzig das Schlusslicht.

Halle/Saale im Osten auf dem letzten Platz

In ostdeutschen Ländern liegt der Studie zufolge der Kreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg vorn. Dort erreichte das Einkommen 21.746 Euro pro Kopf. Auf dem letzten Platz der neuen Bundesländer rangiert Halle/Saale mit einem verfügbaren Einkommen von 17.218 Euro pro Kopf.

Die Untersuchung zeigt nach Ansicht der Wissenschaftler, dass es weiter eine „Ost-West-Spaltung“ bei den Einkommen gibt. In Ostdeutschland erreichten nur sechs der 77 Kreise die Marke von 20.000 Euro pro Kopf, während 40 der 324 westdeutschen Kreise ein niedrigeres Einkommen aufwiesen.

Die Einkommensdaten sind dem WSI zufolge die neuesten verfügbaren Zahlen. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ist das Einkommen, was die privaten Haushalte nach Steuern, Sozialabgaben und Sozialtransfers haben, um konsumieren und sparen zu können.

Das bundesweit höchste Pro-Kopf-Einkommen haben die privaten Haushalte im Landkreis Starnberg (Bayern) mit 34.987 Euro zur Verfügung. Den geringsten Wert aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte erreicht Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) mit 16.203 Euro.

von dpa/CN