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Mitteldeutschland Das sind die größten Wahlgewinner und -verlierer
Region Mitteldeutschland Das sind die größten Wahlgewinner und -verlierer
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23:06 01.09.2019
Michael Kretschmer (l, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, bleibt mit seiner Partei zwar stärkste Kraft. Jörg Urban, Spitzenkandidat der AfD, fährt mit seiner Partei aber starke Gewinne ein. Quelle: Robert Michael/dpa
Dresden

Größter Gewinner des Abends, das war schon nach den ersten Prognosen klar, war bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag die AfD. Die Partei fuhr ihr historisch bestes Landtagswahlergebnis bundesweit ein – und landete dennoch nur auf dem zweiten Rang.

Wahlsieger: Die CDU, die dennoch auch zu den Verlierern des Abends gehörte. Mehr als 6 Prozentpunkte büßten die Christdemokraten an Stimmen ein – ein historisch schlechtes Ergebnis bei einer sächsischen Landtagswahl. Dennoch blieb die Partei von Regierungschef Michael Kretschmer stärkste Kraft in Sachsen.

Ebenfalls auf der Liste der Wahlgewinner: Die Grünen. Sie legten deutlich zu und könnten in Sachsen erstmals Regierungsverantwortung übernehmen. Auch die SPD könnte im Falle eines Kenia-Bündnisses mitregieren und das obwohl die Partei zu den deutlichsten Verlierern der Wahl gehörte. Die Sozialdemokraten erhielten nicht einmal 8 Prozent der Stimmen – so schlecht hat die Partei bisher noch nie bei einer Landtagswahl in Deutschland abgeschnitten.

Auch die Linke fuhr mit knapp 10 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis ein und gehört zu den Wahlverlierern. Die FDP verpasste den Einzug in den Landtag, auch wenn sie im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl in Sachsen zulegen konnte.

Die Berechnung der künftigen Anzahl der Sitze im sächsischen Landtag wurde am Abend durch das sächsische Wahlrecht und die gerichtlich verfügte Begrenzung der Zahl der Listenkandidaten der AfD erschwert.

Der Landtag hat regulär 120 Sitze. Es sind aber Überhang- und Ausgleichsmandate möglich, daher gab es in der abgelaufenen Legislaturperiode 126 Abgeordnete. Unklar war am Abend, ob es für Schwarz-Grün reichen würde. Eine sichere Mehrheit würde ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen ergeben. Eine Koalition mit AfD und Linken hatte Kretschmer ausgeschlossen.

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