Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Kretschmer pocht auf Tempo bei der Entwicklung der Lausitz
Region Mitteldeutschland Kretschmer pocht auf Tempo bei der Entwicklung der Lausitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:32 11.06.2019
Der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer (CDU,l), übergibt im Beisein von Bildungsminister Roland Wöller (CDU, r) einen Fördermittelbescheid an Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU). Mit der Zusage über 2,2 Millionen von Freistaat und Bund sollen Hoyerswerdaer Schulen modernisiert werden. Quelle: Oliver Killig/dpa
Hoyerswerda

Hoyerswerda in der Lausitz wird bei seinem Stadtumbau mit rund 2,2 Millionen Euro vom Bund und vom Land Sachsen unterstützt. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid überreichte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag am Rande der gemeinsamen Kabinettssitzung mit Brandenburg in Hoyerswerda.

Kretschmer sprach von gut angelegtem Geld. Es stammt aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“. Von 2002 bis 2018 flossen aus diesem Topf knapp 49 Millionen Euro nach Hoyerswerda.

Einwohnerschwund in Hoywoy

Ein baulicher Schwerpunkt ist die Sanierung des lange Zeit leerstehenden früheren Konrad-Zuse-Gymnasiums. Das denkmalgeschützte Gebäude soll um einen Neubau erweitert werden und künftig als zentraler Oberschulstandort dienen. In das Projekt fließen allein 1,4 Millionen Euro.

Hoyerswerda gehört zu den ostdeutschen Städten, die seit der Wende den größten Einwohnerverlust hinnehmen mussten. Ende 1989 lebten knapp 68.000 Menschen in der Stadt, heute sind es nur noch gut 33.000.

Junge Menschen sollen in der Lausitz bleiben

Darüber hinaus rief die sächsische Regierung gemeinsam mit dem Nachbarland Brandenburg junge Menschen in der Lausitz auf, ihrer Heimat nicht den Rücken zu kehren. Für die Zukunft der Region sei der Verbleib junger Leute entscheidend, sagte Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag bei einer Diskussion mit seinem sächsischen Amtskollegen Kretschmer und Gymnasiasten.

„Es ist wichtig, dass ihr euch einmischt und mitmacht“, sagte Woidke. Er räumte ein, dass es bei vielen Menschen in der Lausitz eine große Verunsicherung wegen des Ausstiegs aus der Braunkohle gebe. Für 50.000 Menschen werde sich das berufliche Umfeld in den kommenden Jahren verändern.

Einladung für Klimakongress in Leipzig

Kretschmer zufolge ist die Energiewende kein Selbstläufer. Derzeit stammten zwei Drittel der installierten Leistung aus Atom- und Kohlekraftwerken. Es gebe auch Leute, die den Klimawandel leugnen, sagte er mit Blick auf die AfD.

Zugleich lud er die Gymnasiasten zum Klimakongress am 22. Juni nach Leipzig ein. Er ist eine Initiative des Landesschülerrates und der sächsischen Regierung im Zusammenhang mit der Bewegung „Fridays for Future“.

Von LVZ/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

19 Jahre stand er dem sächsischen Landtag vor. Am Montag ist Erich Iltgen verstorben.

10.06.2019

Ost-West-Angleichung einmal in umgekehrter Richtung: Statt im Osten kürzer solle im Westen lieber länger gearbeitet werden, fordert Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner im LVZ-Interview. Forderungen der IG Metall nach einer 35- Stunde-Woche auch im Osten erteilt er damit eine Absage.

10.06.2019

Die rechtsextreme Gruppierung Pro Chemnitz hat aus Protest ein Grillfest veranstaltet. Es richtete sich gegen Muslime, die das Ende ihres Fastenmonats Ramadan feierten. Am Ende schritt die Polizei ein.

10.06.2019