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Mitteldeutschland Kreistag Bautzen stimmt für Erhalt der Eisenbahnverbindung
Region Mitteldeutschland Kreistag Bautzen stimmt für Erhalt der Eisenbahnverbindung
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16:41 29.03.2018
Königsbrück Bahn Quelle: PR
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Dresden/Königsbrück

Der Bautzener Kreistag hat sich klar für die Beibehaltung des Zugverkehrs von Dresden bis Königsbrück ausgesprochen. Damit folgten die Abgeordneten dem Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung. Die Vertreter des Landkreises in den Gremien des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) sind somit angewiesen, in diesem Sinne zu stimmen. Bereits am 11. April steht die Thematik auf der Tagesordnung des VVO-Verwaltungsbeirats, der wiederum eine Empfehlung an die Verbandsversammlung abgibt. Auch in dessen Beschlussvorschlag wird der „Eisenbahnvariante bis Königsbrück“ der Vorzug gegeben.

Der Landkreis Bautzen sieht mit der Ertüchtigung der Eisenbahnstrecke „den Wunsch der Bevölkerung nach einer schnellen Stadt-Umland-Verbindung“ besser erfüllt als mit einer Straßenbahn, die eher für die „kleinräumige Erschließung“ geeignet sei. Zudem koste der Neubau der Straßenbahntrasse allein bis Ottendorf-Okrilla 38,8 Millionen Euro, bis Königsbrück weitere 23,1 Millionen Euro. Für die Ertüchtigung der Bahnstrecke seien hingegen „nur“ 7,4 Millionen Euro erforderlich.

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Damit erteilt der Kreistag auch dem Ansinnen der Gemeinde Ottendorf-Okrilla eine Absage, den Bahnverkehr künftig an ihrem Haltepunkt Süd enden zu lassen und von da ab Busse in Richtung Königsbrück fahren zu lassen. Die Gemeinde erhofft sich dadurch eine Verbesserung ihrer innerörtlichen Verkehrssituation. So könnten durch wegfallende Schrankenschließzeiten Staus reduziert und die Nutzung von Schleichwegen vermieden werden. Auch könnten Gewerbe- und Wohngebiete besser erschlossen werden. Der Landkreis weist jedoch darauf hin, dass die von Ottendorf-Okrilla favorisierte Variante das Ende des Bahnverkehrs in Nord und nicht in Süd vorsehe. Dadurch würden sich die erhofften positiven Effekte nicht einstellen.

„Die von der Gemeinde Ottendorf-Okrilla gewünschten Angebotsverbesserungen hat der VVO mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 bereits teilweise umgesetzt“, betont Christian Künze vom Straßenverkehrsamt. So wurde zum einen die bestehende abendlich Taktlücke mit einer zusätzlichen Fahrt 21.45 Uhr ab Dresden geschlossen. Damit stehe sowohl Berufspendlern als auch Fahrgästen im Freizeitverkehr eine abendliche Fahrtmöglichkeit in Richtung Ottendorf-Okrilla und Königsbrück zur Verfügung. Zudem wurde das Angebot an Samstagen verdoppelt und ein Stundentakt eingeführt. Künftig soll die „SB 33“ bis Dresden-Hauptbahnhof verlängert und ein Halbstundentakt bis Ottendorf-Okrilla eingerichtet werden.

Von Uwe Menschner