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Mitteldeutschland Korrektur: Keine eigenverantwortliche Schließung der Schulen in Sachsen
Region Mitteldeutschland

Korrektur: Keine eigenverantwortliche Schließung der Schulen in Sachsen wegen Corona

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09:09 07.12.2021
Stühle stehen in einer Schule auf den Tischen.
Stühle stehen in einer Schule auf den Tischen. Quelle: dpa
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Leipzig

In einem Artikel vom 6.12.2021 haben wir berichtet, dass in Sachsen aufgrund eines Strategiewechsels bei der Kontaktnachverfolgung nun auch Schulleiterinnen und Schulleiter eigenverantwortlich Bildungseinrichtungen schließen können, wenn sich dort Corona-Fälle häufen. Dies ist so nicht richtig.

Aufgrund des Strategiewechsels bei der Kontaktnachverfolgung dürfen Schulleiterinnen und Schulleiter künftig eigenverantwortlich nur betroffene Kinder und Jugendliche in häusliche Lernzeit schicken. Ein Abwarten auf die Entscheidung des Gesundheitsamts ist dafür nicht mehr notwendig. Konkret heißt es in dem Dokument aus dem Kultusministerium, das der LVZ vorliegt: „Somit kann die Schule in eigener Regie sofort nach Auftreten eines positiven Falls Maßnahmen gemäß Paragraf 2 Absatz 3 der Schul- und Kita-Coronaverordnung ergreifen“.

Die Schließung von Schulen infolge von Corona-Ausbrüchen ist dagegen in Paragraf 2 Absatz 4 der Schul- und Kita-Coronaverordnung geregelt. Jener ist vom aktuellen Strategiewechsel nicht betroffen. Auch weiterhin kann somit nur die oberste Schulaufsichtsbehörde – das zum Kultusministerium gehörende Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) – teilweise oder vollständige Schließungen der betroffenen Bildungseinrichtungen anordnen.

Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Von Matthias Puppe