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Mitteldeutschland Klepsch plädiert für Dialog
Region Mitteldeutschland Klepsch plädiert für Dialog
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17:09 27.03.2019
Neue Diskussion über medizinische Strukturen in Sachsen. Quelle: Michael Reichel/dpa
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Leipzig

Der Streit um die IG Med und deren offenen Brief (LVZ berichtete) an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) geht weiter. Gestern meldete sich Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) und plädierte für einen Dialog. „Meine persönliche Meinung: Reden hilft“, so Klepsch gegenüber LVZ. „Wir haben in Sachsen gute Erfahrungen damit gemacht, mit den Partnern aus der Selbstverwaltung der Ärzteschaft, Krankenkassen, Krankenhäusern und der Politik Probleme offen zu diskutieren.“ So gelinge es, gemeinsam um die bestmöglichen Lösungen zu ringen, unterstrich die Gesundheitsministerin.

Gleichfalls gestern wandte sich die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) an Kretschmer mit einem eigenen offenen Brief, der mit der nachdrücklichen Aufforderung schließt, man würde „eine öffentliche Reaktion von Ihrer Seite sehr befürworten“. Vorstandschef Klaus Heckemann setzt sich auch mit den Vorwürfen der IG Med auseinander, die den Ärztemangel im Freistaat, die Reform des Bereitschaftsdienstes und die Prüfungen von ärztlichen Honorarabrechnungen kritisiert hatte. Die KVS argumentiert, dass im Rahmen der alle Ärzte und Psychotherapeuten betreffenden Prüfungen 97,5 Prozent der Mitglieder so abrechneten, das Rückforderungen nicht erforderlich seien. Lediglich 2,5 Prozent würden „auffällig und müssen unberechtigt erhaltenes Honorar zurückführen“. Bei der Umstellung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Sachsen implementiere man nur ein Modell, „welches in den wesentlichen Punkten dem des jetzt gerade im Freistaat Bayern abgeschlossenen Reformkonzeptes entspricht“, heißt es in dem Papier

Von Roland Herold