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Mitteldeutschland Kleine Wölfin aus Sachsen bekommt tierische Hilfe in Niedersachsen
Region Mitteldeutschland Kleine Wölfin aus Sachsen bekommt tierische Hilfe in Niedersachsen
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15:31 22.07.2019
Die kleine Wölfin, die in einem Wald in Sachsen gefunden wurde, bekommt beim Einleben im Wildpark Lüneburger Heide Hilfe von der Hündin Vega.
Die kleine Wölfin, die in einem Wald in Sachsen gefunden wurde, bekommt beim Einleben im Wildpark Lüneburger Heide Hilfe von der Hündin Vega. Quelle: Wildpark Lüneburger Heide/dpa
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Nindorf

Die kleine Wölfin, die in einem Wald in Sachsen gefunden wurde, bekommt beim Einleben im Wildpark Lüneburger Heide Hilfe von einer Hündin. Die tierische Betreuerin heiße Vega und sei wolfserfahren, sagte eine Sprecherin des Parks in Nindorf (Landkreis Harburg). „Sie vermittelt dem Welpen Sicherheit, Geborgenheit und hilft der Mini-Wölfin dabei, anzukommen.“ Behutsam werde die Wölfin derzeit mit neuen Reizen bekannt gemacht.

Waldspaziergänger entdeckten Wolf

Die kleine Wölfin war am 10. Juni zwischen Bautzen und Dresden gefunden worden. Winselnd war sie auf Waldspaziergänger zugelaufen, die die Behörden alarmierten. Der Wolfswelpe kam erst in eine Auffangstation und dann nach Nindorf, weil es keine Hinweise auf den Verbleib des Rudels gab. Das damals drei bis vier Wochen alte Tier habe nur 1100 Gramm gewogen, als es gefunden wurde, sagte die Sprecherin. Es sei also kurz vor dem Verhungern gewesen. Seitdem habe die Wölfin schon fast vier Kilogramm zugenommen.

„Die Prägungsphase bei Wolfswelpen verläuft zwischen der zweiten und vierten Lebenswoche“, erklärte Wolfsbetreuerin Tanja Askani. Diese Zeit habe die Wölfin wahrscheinlich noch mit ihrer Familie verbracht. „Die nicht weniger wichtige Sozialisierungsphase beginnt mit der vierten Lebenswoche und ist mit acht Wochen beendet“, sagte Askani.

Erst keinen Kontakt zu Menschen

Zunächst habe die kleine Wölfin allein in der Auffangstation gelebt. „Sie sollte keinen Kontakt zu Menschen haben, da ja noch die Absicht bestand, sie wieder in ihre Familie zu integrieren“, erklärte Askani. „Das macht es für uns jetzt nicht einfacher, die Kleine muss noch viel lernen.“ Sie sei verspielt, wachsam und intelligent. Noch wird die bislang namenlose Wölfin den Besuchern nicht gezeigt.

Von Thomas Pfaffe