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Mitteldeutschland "Keine Attacke" - Polizei Chemnitz geht gegen Falschmeldung vor
Region Mitteldeutschland "Keine Attacke" - Polizei Chemnitz geht gegen Falschmeldung vor
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21:12 29.08.2019
Annett Louisan singt auf der Bühne vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz am vergangenen Wochenende unter dem Motto "Sunday of Summer". Quelle: dpa
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Chemnitz

Die Polizei warnt vor einer Falschmeldung in Bezug auf eine angebliche Attacke am Rande des Bürgerfestes in Chemnitz am vorigen Wochenende. „Die verbreitete Schilderung ist in allen Belangen eine Falschmeldung!“, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Laut einem über einen Messengerdienst verbreiteten Schreiben soll am Abend des 24. August eine Gruppe junger Männer mit Migrationshintergrund zwei Mädchen belästigt haben.

Als zwei Jugendliche als Helfer dazugekommen sein sollen, soll es zu einer gefährlichen Körperverletzung durch Schnittwunden gekommen sein. Anschließend sollen bei einer Besprechung am Sonntagmorgen die angeblich eingesetzten Beamten zum Stillschweigen über den Vorfall angewiesen worden sein.

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Polizei: Keine Auseinandersetzung bekannt

Die Polizei stellte nun klar: Ihr ist keine derartige Auseinandersetzung bekannt, es waren keine Beamten der Polizeidirektion Chemnitz zu einem solchen Anlass im Einsatz und es gab am Sonntag keine Besprechung mit den Einsatzkräften des Bürgerfestes, dem örtlichen Revierleiter und den anderen benannten Personen. Demzufolge habe es auch keine Anweisung zur Nichtberichterstattung oder zum Bewahren von Stillschweigen gegeben.

„Wir versuchen herauszufinden, wer das in die Welt gesetzt hat“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Organisatoren des Bürgerfestes reagierten empört auf das Schreiben zur angeblichen Attacke. „Ich bin wirklich sauer, dass dieses von Anfang bis Ende schöne und komplett friedlich gebliebene Fest so missbraucht wird“, sagte Sprecher Sebastian Thieswald.

dpa