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Mitteldeutschland Junge Union: Wahlschlappe in Sachsen nicht auf Merkel schieben
Region Mitteldeutschland Junge Union: Wahlschlappe in Sachsen nicht auf Merkel schieben
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14:14 30.05.2019
Mitglied der Jungen Union im Europawahlkampf (Archivbild) Quelle: dpa
Dresden

Sachsens Junge Union hat davor gewarnt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Erstarken der AfD in Sachsen verantwortlich zu machen. „Wenn es heißt, Frau Merkel sei für das Ergebnis der Kommunalwahlen verantwortlich, ist das doch sehr weit hergeholt“, sagte Florian Oest, Landesvorsitzender der Jungen Union Sachsen und Niederschlesien, dem „Tagesspiegel“.

Auf eine Einschätzung des Politikwissenschaftlers und CDU-Beraters Werner Patzelt, der den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ am Wahlabend sagte, Merkels Existenz nähre die AfD, erwiderte Oest: „Ich kann es bald nicht mehr hören!“ Berlin dürfe für die Union kein Alibi sein.

„Wir sind regelrecht abgestraft worden“, sagte der 31-Jährige mit Blick auf die CDU-Ergebnisse der Kommunalwahlen und Europawahl. Der sächsischen CDU fehle es an „Durchschlagskraft“, sie sei nicht so tief in der Gesellschaft verankert, wie es für eine Volkspartei üblich ist. „Es ist uns nicht gelungen, flächendeckend Kandidaten für die Kommunalwahl aufzustellen“, sagte Oest.

Fachkräftemangel: AfD kann gewonnene Mandate nicht besetzen

Gerade junge Unionsmitglieder würden in vielen Ortsverbänden kaum integriert oder als Kandidaten zugelassen. Zudem seien sogenannte besorgte Bürger zu lange ernst genommen worden. „Wir machen nicht Politik für diejenigen, die am lautesten grölen“, hob der Vorsitzende der Jungen Union in Sachsen hervor. „Ich empfehle meiner Partei, sich mit konkreten politischen Maßnahmen zu beschäftigen, nicht mit politischen Gegnern“, sagte er. Florian Oest kommt aus Görlitz und war im April zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Jungen Union gewählt worden.

dpa

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