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Mitteldeutschland Inzidenz in Sächsischer Schweiz über 500 - Weitere Maßnahmen geplant
Region Mitteldeutschland

Inzidenz in Sächsischer Schweiz über 500 - Weitere Schritte geplant

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17:36 06.12.2020
Männer vom Katastrophenschutz des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) laden einen Transporter mit Testmaterial aus. Die Bewohner der Gemeinde Rathmannsdorf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden auf das SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) getestet.
Männer vom Katastrophenschutz des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) laden einen Transporter mit Testmaterial aus. Die Bewohner der Gemeinde Rathmannsdorf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden auf das SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) getestet. Quelle: Daniel Schäfer/dpa
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Pirna/Berlin

Trotz des mehr als einen Monat geltenden Teil-Lockdowns sind die Infektionszahlen in Sachsen besorgniserregend. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kletterte die 7-Tage-Inzidenz nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Marke von 500 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Das hat es nach Auskunft des Gesundheitsministeriums seit Ausbruch der Pandemie in noch keinem sächsischen Landkreis gegeben. Das Landratsamt in Pirna kündigte am Sonntag neue Schritte an, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Derweil musste die Polizei auch am Wochenende wegen Verstößen gegen aktuelle Corona-Regeln aktiv werden.

Das Land weist am Wochenende keine aktuellen Infektionszahlen aus. In seiner Übersicht hatte die Sächsische Schweiz am Freitag noch bei 470,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern gelegen. Das RKI gab den Wert nun mit 534,6 an (Stand: Sonntag 0.00 Uhr). Zuvor hatte auch das Landratsamt selbst schon eine Inzidenz von mehr als 500 gemeldet - erstmals bereits am Donnerstag. Für striktere Maßnahmen beim Überschreiten bestimmter Werte sind laut Corona-Schutz-Verordnung allerdings die RKI-Werte ausschlaggebend. Auch der Landkreis Bautzen meldete am Sonntag nach 155 Neuinfektionen eine Inzidenz von knapp über 500 - beim RKI war er noch mit 470 gelistet. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet.

Trotz der hohen Infektionszahlen gibt es in Sachsen immer wieder Verstöße gegen die aktuellen Verhaltensregeln, mit denen die Pandemie eingedämmt werden soll. So berichtete die Polizeidirektion Chemnitz am Sonntag von fast 100 gemeldeten Verstößen am Freitag und Samstag. Demnach mussten Polizisten etwa in Chemnitz bei Feiern eingreifen, bei denen sich Personen aus mehr als zwei Haushalten getroffen hatten. Auch am Fichtelberg in Oberwiesenthal wurden etliche Autofahrer erwischt, die gegen die Ausgangsbeschränkungen verstießen.

Kontrollen zeigen Wirkung

Dagegen haben die Kontrollen rund um das Spielzeugdorf Seiffen offensichtlich Wirkung gezeigt. „Hier ist heute fast gar nichts los“, sagte Bürgermeister Martin Wittig am Sonntag. Am 1. Advent hatten sich noch Besucherscharen in dem zur Vorweihnachtszeit beliebten Ausflugsort getummelt, so dass etwa vorgeschriebene Abstände nicht eingehalten werden konnten. Seit Tagen kontrollieren nun Polizisten an den Zufahrtsstraßen und mit Fußstreifen im Ort die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und Abstände.

Von LVZ/dpa