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Mitteldeutschland Infektionsrisiko in Kitas: Sachsens Linke fordern Unterstützung für Familien
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Infektionsrisiko in Kitas: Sachsens Linke fordern Unterstützung für Familien

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15:22 06.08.2021
Jacken und Rucksäcke hängen an der Garderobe einer Kita.
Jacken und Rucksäcke hängen an der Garderobe einer Kita. Quelle: Jörg Carstensen / dpa
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Dresden

Kleinkinder können bisher generell nicht gegen das Corona-Virus geimpft werden. Zudem werden in Kindertagesstätten bei den Kleinsten auch keine Tests durchgeführt. Sachsen Linke fordern die Landesregierung deshalb auf, nicht nur die Schutzmaßnahmen zu intensivieren, sondern Familien auch wirtschaftlich mehr zu unterstützen.

„Zwar gelten Kinder bislang nicht als stark gefährdet, wenn sie sich mit dem Corona-Virus infizieren – das gilt aber nur, wenn keine Vorerkrankungen vorliegen. Außerdem wissen wir nicht, wie sich künftige Mutationen auswirken“, erklärte die mittelsächsische Landtagsabgeordnete Marika Tändler-Walenta am Freitag. Um weitere Schließungen der Einrichtungen während der vierten Corona-Welle zu verhindern, forderte sie eine Kontaktstrategie mit getrennten Kindergruppen und klarer Zuweisung des Personals, die frühzeitig kommuniziert werden müsse.

Marika Tändler-Walenta (Linke) Quelle: DIE LINKE. Sachsen

Höheres Infektionsrisiko in schwierigen sozialen Lagen

Ein aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Robert-Koch-Instituts und des Deutschen Jugendinstituts zur Ausbreitung des Virus in Kindertagesstätten betone zudem, dass das Infektions-Risiko vor allem für Familien aus schwierigen sozialen Lagen höher sei. „Mit diesen Folgen sollte sich die Staatsregierung ressortübergreifend auseinandersetzen, umzusätzliche Unterstützung mobilisieren zu können“, sagte die Linken-Abgeordnete.

Laut geltender sächsischer Corona-Verordnung für Schulen und Kindertagesstätten muss das Personal sich zweimal wöchentlich testen lassen, dürfen auch keine Personen ohne entsprechend negatives Testergebnis die Einrichtung betreten. Zudem muss täglich erfasst werden, welche Kinder und Erwachsene sich in den Einrichtungen aufgehalten haben. Eine strikte Trennung der Gruppen und des Personals gibt es nicht. Zudem besteht auch keine Maskenpflicht in den Räumen – lediglich beim Bringen und Abholen.

Von Matthias Puppe