Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Sachsen: Deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten
Region Mitteldeutschland

Hygienemaßnahmen in Sachsen: Deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:52 21.01.2021
Die Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie zeigen auch eine deutliche Wirkung bei der Eindämmung anderer Infektionskrankheiten.
Die Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie zeigen auch eine deutliche Wirkung bei der Eindämmung anderer Infektionskrankheiten. Quelle: Foto: Patrick Pleul / dpa
Anzeige
Dresden

Die Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie zeigen offenbar auch Wirkung bei anderen Erkrankungen. Nach Informationen der DAK Gesundheit gab es 2020 in Sachsen einen deutlichen Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten. Das ergebe sich aus Daten des Robert Koch-Instituts, teilt die Krankenkasse mit. Für die Analyse seien Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie Grippe, Masern, Tuberkulose, Windpocken und Noroviren berücksichtigt worden.

„Der Rückgang der Infektionskrankheiten zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise auch die Übertragung anderer gefährlicher Krankheiten verhindern“, erklärte Christine Enenkel, Leiterin der DAK-Landesvertretung in Sachsen. Aber auch Maßnahmen wie Homeoffice, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen hätten die Übertragung verschiedener Erreger eingedämmt und damit insgesamt einen positiven Einfluss.

Norovirus und Windpocken: Rückgang über 50 Prozent

Während 2019 in Sachsen noch mehr als 8000 Norovirus-Infektionen gemeldet wurden, waren es ein Jahr später nur noch rund 3200. Bei den Windpocken sank die Zahl von knapp 1800 auf 840. Für die Grippe wurde 2020 ein Rückgang um knapp zwölf Prozent verzeichnet – von knapp 23.000 Fällen auf rund 20.300. Allerdings hat die Grippesaison ihren Höhepunkt normalerweise schon im Januar und Februar, so dass der erste Lockdown im Frühjahr wenig Einfluss gehabt haben dürfte, hieß es.

Laut DAK-Gesundheit nahmen auch andere Infektionen wie Tuberkulose, Salmonellen und das Hantavirus deutlich ab. Bei den Masern wurde – nach 16 gemeldeten Fällen 2019 – im vergangenen Jahr keine einzige Erkrankung mehr dokumentiert. „Zur positiven Entwicklung bei den Masern hat neben den Corona-Maßnahmen sicher auch das seit März 2020 geltende Masernschutzgesetz mit einer Impfpflicht für Schüler und Schulpersonal beigetragen“, betonte Enenkel.

Von RND/lni