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Mitteldeutschland Heimische Schmetterlingsarten in Sachsen bedroht
Region Mitteldeutschland Heimische Schmetterlingsarten in Sachsen bedroht
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14:01 15.06.2018
Ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Quelle: dpa
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Zwickau

Das Insektensterben trifft nach Angaben der Landesstiftung Natur und Umwelt (Lanu) auch Schmetterlinge. In Sachsen seien bereits je 14 Prozent der 125 heimischen Tagfalterarten ausgestorben und davon bedroht, teilte die Lanu am Freitag bei der Eröffnung der Schmetterlingssaison in Zwickau mit. Auch einst häufige Arten würden seltener. Mit der Aktion „Puppenstuben gesucht“ wirbt die Stiftung seit 2015 für blühende Wiesen. „Das kann im Prinzip fast jeder, der Zugang zu einer Wiese hat“, sagte eine Lanu-Sprecherin. Ziel sei, durch die dem Schmetterlingszyklus angepasste Mahd im urbanen Raum die Population der Tagfalter zu fördern.

Nach Stiftungsangaben werden landesweit inzwischen 210 Wiesenflächen artgerecht bewirtschaftet, nur teilweise und in Streifen oder viel seltener gemäht – von Kommunen, Wohnungsgenossenschaften, regionalen Projektpartnern und privaten Akteuren. Damit seien Eier, Raupen und Puppen, die an Halmen und Blättern sitzen, geschützt. Auf einer über 2000 Quadratmeter großen Fläche im Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau tummeln sich wieder Gemeiner Bläuling, Großes Ochsenauge, Mauerfuchs, Früher Kommadickkopf oder Schornsteinfeger – für Patienten, Besucher und Mitarbeiter „ein erfrischendes Naturerlebnis“, wie die Sprecherin sagte.

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dpa