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Mitteldeutschland Heftige Gewitter über Sachsen – Innenraum bei Rammstein-Konzert geräumt
Region Mitteldeutschland Heftige Gewitter über Sachsen – Innenraum bei Rammstein-Konzert geräumt
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21:57 12.06.2019
Besucher des Rammstein-Konzertes stehen vor dem Rudolf-Harbig-Stadion und schützen sich vor dem Regen. Quelle: Christian Essler/dpa-Zentralbild
Dresden

Gewitter haben in Teilen Sachsens Verkehrsbehinderungen ausgelöst – Rettungskräfte mussten ausrücken. Einige Zugstrecken im Vogtland waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Auch manche Flugreisende bekamen das Unwetter zu spüren. In Dresden wurde der Innenraum des Stadions vor dem Rammstein-Konzert zur Sicherheit geräumt. Nach Angaben eines Polizeisprechers konnten die Fans aber nach rund 45 Minuten wieder zurück – und das Konzert begann.

Umgestürzte Bäume führten auf mehreren Strecken der Vogtlandbahn zu Sperrungen. Reisende mussten laut Unternehmen zwei Züge verlassen. Wie die Länderbahn DLB am Mittwoch berichtete, war der Abschnitt Adorf - Bad Brambach (Vogtlandkreis) betroffen. Ein Triebwagen kollidierte dort mit einem Baum. Das Fahrzeug wurde beschädigt, Verletzte gab es aber nicht. Busnotverkehr sei eingerichtet worden, teilte die Länderbahn DLB GmbH mit.

Im Laufe des Abends sollten die Streckensperrungen wieder aufgehoben werden, sagte ein Sprecher. Auch die Strecke zwischen Falkenstein und Zwickau war gesperrt. Mehrere Züge standen dem Unternehmen zufolge vor umgestürzten Bäumen.

Urlaubsflieger muss umgeleitet werden

Ein Urlaubsflieger aus Gran Canaria, der um 16.45 Uhr am Flughafen Leipzig/Halle landen sollte, wurde umgeleitet, wie ein Sprecher des Flughafens sagte. Auch die Abfertigung der Maschinen auf dem Vorfeld sei vorübergehend eingestellt worden.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hatte vor schweren Gewittern in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gewarnt. Die Temperaturen waren in den östlichen Bundesländern wieder auf bis zu 34 Grad gestiegen.

Gewitter schon in der Nacht zu Mittwoch

Die Leipziger Feuerwehr rückte am Mittwochnachmittag unter anderem zu einem Dachstuhlbrand bei Burghausen aus. Die Feuerwehr in Dresden meldete am Abend keine Schäden wegen des Wetters.

In der Nacht zum Mittwoch hatten sich vor allem im Osten Gewitter entladen. In Sachsen und Brandenburg prasselten örtlich Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern zu Boden. In Berlin und Potsdam wurden Straßen überflutet, Bäume stürzten um, zahlreiche Keller und Tiefgaragen liefen voll. In beiden Städten rückten die Helfer zu zahlreichen Einsätzen aus.

In den Gärten und Parks des Unesco-Welterbes in Potsdam richtete das Unwetter Schäden an. Die Parks bleiben für die Aufräumarbeiten bis auf Weiteres geschlossen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte.

Ausnahmezustand in Berlin

Nach Angaben des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hatte es in der Nacht über ganz Deutschland bis zu 800 Mal pro Minute geblitzt. Etwa jeder zehnte Blitz traf auf den Erdboden, wie Sprecher Stephan Thern sagte.

In Berlin rief die Feuerwehr am Dienstag um Mitternacht den „Ausnahmezustand Wetter“ aus. Dabei werden Einsätze nach Wichtigkeit bearbeitet, nicht nach dem Zeitpunkt des eingehenden Notrufes. Die Feuerwehr wurde innerhalb von drei Stunden zu rund 160 Einsätzen wegen des Gewitters gerufen, wie ein Sprecher sagte. Im gesamten Stadtgebiet fielen Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. In Potsdam rückte die Feuerwehr mehr als 100 Mal aus.

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurde die Flugzeugabfertigung der Maschinen auf dem Vorfeld für mehrere Stunden eingestellt. Die Polizei Brandenburg berichtete von Blitzeinschlägen, herabfallenden Ästen, Unfällen und überschwemmten Straßen in der Nacht zum Mittwoch.

Von RND/dpa/iro

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