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Mitteldeutschland Grüne fordern Suchttherapie als Teil des Strafvollzugs
Region Mitteldeutschland Grüne fordern Suchttherapie als Teil des Strafvollzugs
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18:14 28.09.2016
Die Grünen fordern eine Suchttherapie als Teil des Strafvollzugs. Von etwa 3600 Strafgefangenen in Sachsen seien bis zu 900 crystalabhängig. Quelle: David Ebener/dpa
Dresden

Die sächsischen Grünen machen sich für einen Ausbau der Suchttherapie in den Gefängnissen des Freistaates stark. Es gebe zwar inzwischen ein flächendeckendes Netz an Beratungsstellen, sagte die Landtagsabgeordnete Katja Meier am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Leider ende das aber an den Mauern der Haftanstalten. Man habe zwar mit der suchttherapeutischen Station in der Justizvollzugsanstalt Zeithain ein Angebot geschaffen. Das sei aber nur ein „kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein“.

Meier belegte den Bedarf mit Zahlen. So sei der prozentuale Anteil von Crystal-Konsumenten unter den Gefangenen mit bis zu 25 Prozent weitaus höher als bei der „Bevölkerung draußen“: „Das heißt, von den etwa 3600 Strafgefangenen in Sachsen sind bis zu 900 crystalabhängig. Demgegenüber stehen ganze 20 Suchttherapieplätze in Zeithain, von denen zeitweise aufgrund Personalmangels nicht einmal 10 belegt werden konnten.“

„Dass diese Therapiemöglichkeit lediglich Männern, nicht aber weiblichen und jugendlichen Strafgefangenen zugänglich ist, ist geradezu katastrophal und folgenschwer“, sagte Meier weiter. Dies alles habe mit den Vorgaben des sächsischen Strafvollzugsgesetzes wenig zu tun: „Deshalb sagen wir: Suchttherapie muss Teil des Strafvollzugs sein, nur so ist eine Auseinandersetzung mit der Straftat zielführend.“ Die Regierung dürfe sich nicht weiter wegducken.

dpa

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