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Mitteldeutschland Grippewelle in Sachsen hält an – über 6700 Fälle und neun Tote
Region Mitteldeutschland Grippewelle in Sachsen hält an – über 6700 Fälle und neun Tote
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18:19 24.03.2016
Quelle: dpa
Dresden

Die Grippewelle in Sachsen hält an. Die Aktivität liegt nach dem jüngsten Bericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) weiter über dem für die Jahreszeit erwarteten Niveau. Die Zahl der Krankmeldungen und Influenza-Nachweise sei im Vergleich zur Vorwoche bei moderater Erhöhung stabil, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Ein Ende der aktuellen Grippewelle sei derzeit aber noch nicht absehbar. Seit Oktober wurden mehr als 6700 Fälle registriert, fast 1700 allein in der 11. Kalenderwoche. Neun Infizierte starben bisher.

Fast ein Viertel der Betroffenen sind Erwachsene von 25 bis 44 Jahren sowie 5- bis 9-Jährige. Viele müssen im Krankenhaus behandelt werden. Fast alle Patienten waren ungeimpft. „Die Influenza wird oft unterschätzt und noch viel zu wenige lassen sich regelmäßig impfen“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Es gelte daher, beim Thema Impfen noch stärker mit Vorurteilen aufzuräumen und aufzuklären. Aktuell ist es für eine Schutzimpfung jedoch zu spät.

Ende Dezember 2015 und im Januar 2016 waren eine 44-Jährige und ein 58-Jähriger an den Folgen einer Grippeinfektion gestorben. Sie waren nicht geimpft und zudem durch überstandene schwere Lungenentzündungen vorbelastet. Mitte Januar traf ein Grippeausbruch in einer Chemnitzer Grundschule 16 Kinder, ein Mädchen kam in eine Klinik. Im März starb ein 74-Jähriger mit Vorerkrankungen an Organversagen.

Mit fast 12 600 registrierten Infektionen und 16 Todesfällen war 2014/2015 in Sachsen ein Grippe-Rekordjahr. In der Saison 2013/2014 hatte es indes mit 41 nur wenige Infektionen gegeben - ein Bruchteil der üblichen Menge. Von Oktober 2012 bis April 2013 waren mehr als 10 000 Menschen an Influenza erkrankt und 22 der Infektionen tödlich verlaufen. Experten gehen davon aus, dass sich viel mehr Menschen infizieren, die Influenza aber unbemerkt oder als leichte Erkältung verläuft.

dpa

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