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Mitteldeutschland Grippewelle in Sachsen flaut ab - bislang 93 Todesopfer
Region Mitteldeutschland Grippewelle in Sachsen flaut ab - bislang 93 Todesopfer
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11:58 30.03.2018
Die Grippewelle in Sachsen hat bislang 93 Menschen das Leben gekostet. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden

Die Grippewelle in Sachsen hat bislang 93 Menschen das Leben gekostet. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, kamen in der Vorwoche zwei aktuelle Todesfälle hinzu. Die Patienten im Alter von 46 und 55 Jahren seien nicht geimpft gewesen. Bis dato waren bereits 48 Frauen und 45 Männer im Alter zwischen 37 und 96 Jahren an der Grippe gestorben. Im vergangenen Winter waren es 83, die Zahl der Erkrankten lag bei 16.700.

Allerdings gab die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen am Donnerstag eine leichte Entwarnung. "Der Höhepunkt der Grippewelle in Deutschland ist überschritten. Die Influenza-Aktivität ist deutlich gesunken, aber immer noch hoch", hieß es. In Sachsen ging die Zahl der gemeldeten Grippefälle in der vergangenen Woche gegenüber der Vorwoche um 31 Prozent zurück.

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96 Prozent ohne Schutzimpfung

Nach Angaben des Ministeriums erhöhte sich die Zahl der Influenza-Erkrankungen in Sachsen seit Beginn der Grippesaison im Oktober auf 41.408 Fälle. In der Vorwoche kamen 4843 Fälle hinzu. Bei 96,2 Prozent der Erkrankten war keine Schutzimpfung bekannt. Besonders betroffen war die Altersgruppe 45 bis 64 Jahre (29 Prozent aller Fälle), gefolgt von der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen (25 Prozent). Die meisten Erkrankungen betrafen Influenza B.

In den zurückliegenden Jahren lagen die Zahlen teils deutlich unter den Werten in dieser Saison. 2015/2016 waren nur knapp 11.000 Influenza-Fälle und 15 Tote registriert worden, 2014/2015 rund 12.600 Erkrankungen. Im Winter davor hatte es mit 375 nur einen Bruchteil der üblichen Menge an Infektionen gegeben.

LVZ