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Mitteldeutschland Gewerkschaft rechnet mit Lehrermangel und schwierigem Schuljahr
Region Mitteldeutschland Gewerkschaft rechnet mit Lehrermangel und schwierigem Schuljahr
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14:11 08.08.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

In Sachsen droht nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch im neuen Schuljahr Lehrermangel. Eine grundsätzliche Entspannung werde und könne es nicht geben, weil personalpolitische Fehler früherer Jahre nicht so schnell auszugleichen sind, sagte GEW-Chefin Uschi Kruse am Mittwoch in Dresden: „Das Kultusministerium wird nicht zaubern können.“ Während früher in den westlichen Bundesländern der Anteil an Neueinstellungen bei mindestens vier Prozent lag, habe Sachsen bis 2010 lediglich eine Quote von einem Prozent vorweisen können und die vier Prozent erst 2014 erreicht.

Für den personellen Zuwachs sind laut Kruse vor allem Seiteneinsteiger verantwortlich. 2014 seien dies lediglich sieben gewesen, zwei Jahre später 615 und 2017 schon 1086: „In den Jahren 2013 bis 2017 sind insgesamt 2350 Seiteneinsteiger eingestellt worden.“

Die gesamte Ausgangssituation für das neue Schuljahr sei dennoch außerordentlich schwierig. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) werde gezwungen sein, den sogenannten Ergänzungsbereich - Angebote jenseits der Stundentafel - rigide zu kürzen. Es werde keine Zeit mehr für spezifische Förderung geben. Zudem gebe es keine Vorsorge für krankheitsbedingte Ausfälle von Lehrern.

Kruse zufolge haben Lehrer in Sachsen im vergangenen Schuljahr geschätzt eine Million Überstunden als Vertretung geleistet: „Dennoch sind massenhaft Unterrichtsstunden ausgefallen. Ich gehe auch davon aus, dass das im kommenden Schuljahr genauso stattfindet.“ Oft seien Stunden nicht von den entsprechenden Fachlehrern vertreten worden. Für eine fachgerechte Vertretung brauche man zusätzlich etwa 1500 Lehrer. Kruse erwartet, dass mangels Personal im neuen Schuljahr Lehrerstellen unbesetzt bleiben. Besondere Probleme sieht sie bei Förderschulen und Oberschulen, die wenigsten bei Gymnasien.

Das Kultusministerium stellt am Donnerstag seine Zahlen zum neuen Schuljahr vor.

dpa

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