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Mitteldeutschland Gewerkschaft: Die Unzufriedenheit der Beschäftigten wächst
Region Mitteldeutschland Gewerkschaft: Die Unzufriedenheit der Beschäftigten wächst
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12:16 13.01.2020
Nach Meinung der DGB muss das Lohnniveau in Sachsen dringend steigen. (Symbolbild) Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbil
Dresden

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen hofft mit dem neuen Dreierbündnis von CDU, Grünen und SPD auf bessere Bedingungen für Beschäftigte. In dem Koalitionsvertrag seien wichtige Dinge wie eine Stärkung der Tarifbindung enthalten, sagte DGB-Chef Markus Schlimbach. Gerade in Sachsen sei das Thema von enormer Bedeutung. „Wir sind das Bundesland mit der niedrigsten Tarifbindung, die Löhne hinken weit hinter den westdeutschen Durchschnittswerten hinterher.“ Die Unzufriedenheit der Beschäftigten wachse, stellte Schlimbach fest. In der Diskussion über Fachkräfte müsse der Fokus verstärkt auf höhere Löhne gelegt werden.

Laut DGB haben im Freistaat 39 Prozent der Beschäftigten einen Tarifvertrag, in den übrigen ostdeutschen Ländern sind es im Durchschnitt 46 Prozent. Bundesweit liegt die Tarifbindung der Mitarbeiter bei 55 Prozent. „Da müssen wir noch eine ganze Menge tun“, so Schlimbach.

Vergabemindestlohn angedacht

Der sächsische DGB befürwortet zudem die Pläne der neuen Regierungskoalition für ein Vergabegesetz. Dieses sieht einen Vergabemindestlohn für Unternehmen im öffentlichen Auftrag vor. Dass der Koalitionsvertrag die Anwendung den Kommunen freistellt, sei zwar ein Wermutstropfen, so Schlimbach. „Wenn man aber bedenkt, dass ein Drittel der öffentlichen Aufträge der Freistaat, zwei Drittel die Kommunen vergeben, ist das schon einmal ein erster Schritt.“

Die Gewerkschaft geht zwar davon aus, dass sich die Kommunen an das Vergabegesetz halten, um rechtlich bei Ausschreibungen auf der sicheren Seite zu sein. „Nichtsdestotrotz werden wir darauf drängen, die Regelungen für die Kommunen weitestgehend zu übertragen.“

„Keine Firma nimmt Aufträge für ,billiges Geld’“

Sorgen der Bauwirtschaft, dass öffentliche Aufträge dann noch schwerer als bisher vergeben werden können, teilt Schlimbach nicht. Die Aufträge könnten schwer vergeben werden, weil keine Firma „für billiges Geld“ Aufträge annehmen will. „Da ist es sinnvoll, dass eine ordentliche Bezahlung für die Beschäftigten und auskömmliche Aufträge sichergestellt sind.“

Die Gewerkschaft sieht den Freistaat in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, vor allem, was den Strukturwandel durch den Kohleausstieg sowie Veränderungen der Automobilindustrie angeht. Da sei zum einen die Bundesregierung als auch die sächsische Regierung gefragt. „Wir wollen, dass da eine breite Beteiligung stattfindet von den Bürgern und Beschäftigten, damit Lösungen gefunden werden, die von allen akzeptiert werden.“

Von RND/dpa

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