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Mitteldeutschland Gesundheitsamt: Sachsens Badeseen haben gute Wasserqualität
Region Mitteldeutschland Gesundheitsamt: Sachsens Badeseen haben gute Wasserqualität
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22:00 31.05.2019
Der Kulkwitzer See ist auch wegen seiner besonders guten Wasserqualität bei Badegästen beliebt (Archivbild). Quelle: André Kempner
Leipzig

Im vergangenen Hitzesommer sorgte die Nachricht von multiresistenten Keimen in Badeseen immer wieder für Aufregung. Diese Erreger sind deshalb so angsteinflößend, weil sie nur schlecht mit Antibiotikum behandelt werden können. Laut Informationen des Sächsischen Gesundheitsamtes kann in Sachsens Badeseen aber auch diesen Sommer unbedenklich geplanscht und geschwommen werden – sie weisen eine sehr gute Wasserqualität auf.

Auch der Landkreis Leipzig kontrolliert regelmäßig beliebte Badeseen. Insgesamt kann eine sehr gute Wasserqualität bescheinigt werden. Darunter sind mit dem Kulkwitzer See, dem Cospudener See und dem Markleeberger See auch die drei großen Gewässer im Leipziger Umland. Lediglich der sogenannte Silbersee in der Lausitzer Seenlandschaft und der Knappensee südöstlich von Hoyerswerda sind derzeit nicht zum Baden frei gegeben. Das liege aber nicht an gefährlichen Erregern, es bestünden „bergrechtlichen Sicherungsmaßnahmen im Uferbereich“. Da hier nicht geschwommen werden soll, wurde auch die Überwachung der Wasserqualität ausgesetzt.

Infektionen in öffentlichen Gewässern sind unwahrscheinlich

Auch Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse, schätzt die Gefahr einer Infektion beim Schwimmen in einem öffentlichen Gewässern für nicht sehr hoch. „Viele multiresistente Bakterien können sich auf oder sogar im Körper ansiedeln, ohne einen Menschen krank zu machen – vorausgesetzt, derjenige ist gesund.“

Selbst wenn solche Erreger etwa beim Wasserschlucken in der Körper gelangen, müssten sie anschließend noch dem Bad in der aggressiven Magensäure sowie der Immunabwehr trotzen. „Das ist sehr unwahrscheinlich“, erläutert Seißelberg. Deutlich höher sei jedoch das Risiko, sich mit Magen-Darm-Erregern zu infizieren. Auch wer ein extrem geschwächtes Immunsystem oder eine offene Wunde hat, sollte Vorsicht walten lassen.

Informationen über Wasserqualität gibt es im Internet

Seißelberg empfiehlt deshalb einige Verhaltensmaßnahmen, um einen ungetrübten Badespaß zu garantieren. Da Verschmutzungen nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen sind, sollten sich Freizeitschwimmer vorab über die Wasserqualität des Sees ihrer Wahl erkundigen.

Das geht zum Beispiel auf der Internetseite des Umweltbundesamtes oder bei der zuständigen Gesundheitsbehörde. Grundsätzlich gilt: In Badegewässern mit mindestens sehr guter Qualität ist das Infektionsrisiko am geringsten.

Trübe Gewässer sollten Schwimmer meiden

Vom Baden in trüben oder bläulich verfärbten Gewässern, ist abzuraten. Dabei könnte es sich um einen Hinweis auf Blaualgen handeln. Die sogenannten Cyanobakterien lösen Übelkeit, Durchfallerkrankungen und Hautirritationen aus. Belastete Gewässer sollten daher unbedingt gemieden werden.

Seen, an dem besonders viele Wasservögel leben, können ebenfalls verschmutzt sein. Der Kot von beispielsweise Enten und Gänsen kann Bakterien enthalten, die bei Menschen zu Durchfall führen. Auch Zekarien können eine Gefahr darstellen: Die Larven von Sargwürmern suchen sich eigentlich Enten als Wirte, aber sie können sich auch in die Haut von Menschen bohren und dort Juckreiz und Quaddeln auslösen.

Auch Badegäste können zur Wasserqualität beitragen

Starker Regen kann Flüsse zu Keimschleudern machen, der Regen spült die Gülle von den landwirtschaftlichen Flächen in das Wasser und überfordert das Abwassersystem. Seißelberg empfiehlt, nicht nach Starkregen in Flüssen zu schwimmen, und am besten nur in solchen, die als offizielle Badegewässer gekennzeichnet sind. Zudem gilt: Möglichst wenig Wasser schlucken. Je weniger Wasser geschluckt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

Damit die Wasserqualität der sächsischen Badeseen weiterhin ausgezeichnet bleibt, können auch die Badegäste einiges dazu beitragen. Eine Sprecherin des Landkreises Leipzig erklärt: „Badegäste sollten keine Abfälle liegen lassen und die sanitären Einrichtungen der Badestellen nutzen. Auch das Füttern von Wasservögeln und das gemeinsame Baden mit Hunden sollte vermieden werden.“

Von Pia Siemer

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