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Mitteldeutschland Gehaltsatlas: Ostdeutsche verdienen rund 10.000 Euro weniger
Region Mitteldeutschland Gehaltsatlas: Ostdeutsche verdienen rund 10.000 Euro weniger
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19:57 04.02.2019
In Ostdeutschland verdienen die Menschen pro Jahr durchschnittlich gut 10.000 Euro weniger als in den alten Bundesländern. Quelle: dpa
Leipzig

Der deutschen Wirtschaft geht es gut, das merken auch die Arbeitnehmer bei ihren Gehältern. Allerdings geht das Einkommensgefüge in Ost- und Westdeutschland nach wie vor deutlich auseinander. Die Menschen in den neuen Bundesländern hinken noch immer mit 23,9 Prozent hinterher, haben den Abstand aber im Vergleich zum Jahr 2017 um 1,3 Prozentpunkte verringert. Die Zahlen sind das Ergebnis einer Studie der Hamburger Vergleichsportale Gehalt.de, Gehaltsvergleich.com und des Beratungsunternehmens Compensation Partner. Grundlage waren eine halbe Millionen Vergütungsdaten.

Ostdeutsche Einkommen rund 10.000 Euro niedriger

In Westdeutschland liegt der durchschnittliche Bruttoverdienst bei 46.888 Euro pro Jahr, im Osten dagegen bei 37.838 Euro. Noch deutlicher ist der Abstand, wenn Berlin unberücksichtigt bleibt und nur der Durchschnitt der fünf ostdeutschen Flächenländer betrachtet wird. Dann beträgt der durchschnittliche Bruttoverdienst 35.511 Euro. Sowohl in Ost als auch in West haben die Ersteller der Studie regionale Unterschiede ausgemacht.

Hessen vorn – Mecklenburg-Vorpommern am Ende

Im Westen bekommen die Hessen mit 51.345 Euro im Jahr das meiste Geld, Schleswig-Holstein liegt mit 39.735 Euro am Ende der Skala. Thüringen hat im Osten mit 36.450 die Nase vorn, Mecklenburg-Vorpommern ist mit 34.155 Euro das Schlusslicht. Die ostdeutschen Länder belegen auch die letzten fünf Plätze der Erhebung.

Die Untersuchung betrachtet das Kostengefälle in den einzelnen Bundesländern nur am Rande, verweist aber auf die unterschiedlichen Mietpreise. In Schwerin und Dresden lag die Durchschnittsmiete laut F+B-Mietspiegelindex 2017 bei 5,81 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: München befindet sich auf dem ersten Platz – je Quadratmeter beträgt die Nettokaltmiete 10,22 Euro und liegt damit 52 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. In Leipzig lag die mittlere Angebotskaltmiete zuletzt bei 6,37 Euro, wie Pisa-Immobilienmanagement ermittelt hat.

Halbleiterbranche zahlt am besten

Befasst haben sich die Experten auch mit einzelnen Branchen und hab die Gehälter auf die einzelnen Bundesländer heruntergebrochen. In Sachsen erzielen die Angestellten in der Halbleiterbranche (58.748 Euro) die höchsten Einkommen, gefolgt von Banken (52.263 Euro) und der Chemie- und Verfahrenstechnik (48.582 Euro). Das wenigste Geld wird im Einzelhandel (28.362 Euro), dem Tourismus (27.776 Euro) und der Gastronomie (23.914 Euro) im Freistaat gezahlt.

Frauen verdienen in allen Regionen weniger

Zumindest in einem Punkt belegen Ostländer die ersten beiden Plätze. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen am geringsten. Aber auch in diesen Ländern verdienen Frauen immer noch mit 16,4 und 16,6 Prozent weniger als die Männer. Das größte Gefälle zwischen den Geschlechtern weist Baden-Württemberg mit 26,5 Prozent auf, Sachsen liegt mit 22,6 Prozent im Mittelfeld.

Von Matthias Roth

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