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Mitteldeutschland GEW fordert höhere Zulagen für Lehrer ohne Beamtenstatus
Region Mitteldeutschland GEW fordert höhere Zulagen für Lehrer ohne Beamtenstatus
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12:44 08.08.2018
Symbolfoto. Quelle: D. Flechtner
Dresden

Die Erziehungsgewerkschaft GEW warnt vor dramatischen Entwicklungen im kommenden Schuljahr. „Es wird vom Lehrermangel geprägt sein, eine Entspannung ist nicht in Sicht“, sagte GEW-Chefin Uschi Kruse am Mittwoch vor Journalisten in Dresden. Zudem forderte sie ein „deutliches Signal“ des Landes bei den Zulagen für Lehrer, die nicht verbeamtet werden. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will am Donnerstag seinen Ausblick auf das neue Schuljahr vorstellen.

Nach Kruses Angaben seien die Fehler des Landes nicht kurzfristig zu korrigieren. Jahrelang habe das Land Neueinstellungen vernachlässigt. Trotz größerer Anstrengungen in letzter Zeit fehle es an Personal. Um die Überstunden der Pädagogen auszugleichen, wären 1000 zusätzliche Lehrer notwendig und für den Ausgleich des erheblichen Unterrichtsausfalls weitere 1500 Lehrkräfte. Außer vielleicht an den Gymnasien werde die Situation an allen anderen Schularten „dramatisch bleiben“. An Förderschulen sei es besonders schlimm. Regional sei vor allem die Lausitz betroffen. Kruse befürchtet, dass der Mangel zu „rigiden Kürzungen“ beim Ergänzungsbereich führen wird, weil für diese spezifischen Angebote keine Zeit da ist.

„Frage der Zulagen könnte Tarifrunde beeinflussen“

Vor allem forderte die Gewerkschaftschefin aber Nachbesserungen des Landes bei der Vergütung der Lehrkräfte. Derzeit könnten alle unter 42-Jährigen erklären, ob sie in den Beamtenstatus übernommen werden wollen. Diese Möglichkeit besteht erstmals in Sachsen. Damit seien unter anderem bessere Vergütung, Kündigungsschutz und höhere Pensionsansprüche verbunden. „Daran haben aber die älteren Lehrer Interesse“, stellte Kruse fest. Die Lehrer würden heute nicht mehr über das Versprechen auf einen Netto-Lohn-Ausgleich für die nichtverbeamteten Pädagogen gegenüber den verbeamteten Lehrkräften diskutieren, wie er von Kurzzeit-Minister Frank Haubitz (parteilos) versprochen worden sei. Mit Kultusminister Piwarz sei da „mehr Ehrlichkeit“ eingezogen.

Aber die bisherigen Zulagen und Höhergruppierungen zur Kompensation der Einkommensunterschiede reichten nicht aus. Kruse forderte die Zusammenlegung aller Ausgaben für die Einordnung in höhere Einkommengruppen, für bisher geplante Zulagen und Prämien. Dieser Betrag sollten dann vom Freistaat noch aufgestockt werden, um insgesamt höhere Zulagen zur teilweisen Kompensation der Gehaltsdifferenz zahlen zu können. Die rechtlichen Möglichkeiten im Tarifvertrag gebe es. „Hier sind dringend Signale nötig“, sagte Kruse. Sie warf dem Finanzministerium vor, kein Interesse an der Lösung des Problems zu haben. „Die Lehrkräfte haben das Gefühl, dass sie weniger wertgeschätzt werden“, erklärte sie mit Blick auf die über 42-Jährigen, für die eine Verbeamtung nicht mehr möglich. „Die Frage der Zulagen wird eine zentrale Forderung sein“, erklärte Kruse.

Im kommenden Jahr stehen Tarifverhandlungen an. Die Tarifrunde habe zwar mit den Zulagen nicht direkt etwas zu tun. Für eine Gehaltsrunde habe nach Kruses Einschätzung aber immer auch die Stimmung in einem Land große Bedeutung. „Die Frage der Zulagen „könnte die Tarifrunde entscheidend beeinflussen“, stellte die Gewerkschaftschefin auf die Frage nach der Kampfbereitschaft der Lehrkräfte fest.

Von Ingolf Pleil

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