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Mitteldeutschland Für Kassenpatienten wird es 2019 günstiger
Region Mitteldeutschland Für Kassenpatienten wird es 2019 günstiger
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18:47 18.12.2018
Die Kassenbeiträge bleiben weitgehend stabil. Quelle: imago/Christian Ohde
Leipzig

Gute Nachrichten für gesetzlich Versicherte in Sachsen und Thüringen: Die Krankenkassen wollen die Beiträge für das kommende Jahr stabil halten oder sogar senken. Das ergab eine LVZ-Umfrage. Gewöhnlich entscheiden die Kassen im Dezember über die Höhe der künftigen Beiträge.Seit 2015 gilt ein einheitlicher Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 14,6 Prozent des Bruttolohns der Versicherten, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen. Hinzu kommt ein von den Kassen selbstständig erhobener Zusatzbeitrag. Er wurde eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Versicherern zu stärken.

Bei der größten Krankenkasse in Sachsen und Thüringen, der AOK plus, fiel gestern im Verwaltungsrat die Entscheidung, den Beitragssatz bei 15,2 Prozent stabil zu halten und damit den Zusatzbeitrag von 0,6 Prozent nicht zu erhöhen. „Mit diesem Beschluss ist und bleibt der Beitragssatz der AOK Plus einer der günstigsten in ganz Deutschland und liegt 0,3 Prozent unter dem durchschnittlichen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung für 2019“, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Sven Nobereit. Die Krankenkasse zähle am Ende dieses Jahres fast 3,3 Millionen Versicherte. Das sei jeder zweite Einwohner in Sachsen und Thüringen.

Bei der Barmer bleibt der Beitragssatz mit 15,7 Prozent ebenfalls stabil. Man setze auf Konstanz und Solidität, sagte Landesgeschäftsführer Fabian Magerl. Zudem übernehme die Krankenkasse ab kommenden Jahr die kompletten Kosten für Reiseschutzimpfungen bei Privatreisen.

Auch die DAK-Gesundheit bleibt beim kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent. Der Beitragssatz liegt damit weiter bei 16,1 Prozent. Die Krankenkasse will außerdem künftig die Kosten für eine HIV-Prophylaxe übernehmen. Die Knappschaft hält die 15,7 Prozent beim Beitragssatz und somit 1,1 Prozent Zusatzbeitrag.

Die IKK classic dagegen senkt ab 1. Mai ihren Zusatzbeitragssatz sogar um 0,2 Prozentpunkte auf dann 1,0 Prozent. Das beschloss der Verwaltungsrat in Dresden. Damit liegt die Krankenkasse dann bei 15,6 Prozent. Diese Entscheidung sei mit Augenmaß getroffen worden, so Vorstandschef Frank Hippler.

Auch die Techniker Krankenkasse drückt den Zusatzbeitrag nach eigenen Angaben noch einmal um 0,2 auf 0,7 Prozentpunkte im kommenden Jahr. Der Beitragssatz soll 15,3 Prozent statt 15,5 Prozent betragen.

Der Verwaltungsrat der KKH Kaufmännische Krankenkasse dagegen wird erst am kommenden Wochenende endgültig entscheiden.

Laut Verbraucherzentrale kann es sich wegen der unterschiedlich hohen Zusatzbeiträge für Versicherte finanziell durchaus lohnen, die Kasse zu wechseln. Allerdings sollte dabei nicht nur auf den Beitragssatz, sondern auch auf Extraleistungen wie Zuschüsse für bestimmte Behandlungen, Reise-Impfungen oder Zusatzleistungen für Schwangere geachtet werden.

Ab Januar wird auch der Zusatzbeitrag wieder paritätisch erhoben, also zu gleichen Teilen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Versicherte sparen somit auf jeden Fall bei ihren Beiträgen zur Krankenversicherung. Dagegen werden die Arbeitgeber wieder stärker an den steigenden Gesundheitskosten beteiligt.

Von Roland Herold

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