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Mitteldeutschland Fast jeder zweite Sachse fällt durch die Führerscheinprüfung
Region Mitteldeutschland Fast jeder zweite Sachse fällt durch die Führerscheinprüfung
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10:34 26.02.2019
Die meisten Fahrschüler in Sachsen scheitern bereits an der theoretischen Prüfung. Quelle: dpa
Dresden

Immer mehr Menschen in Sachsen wollen den Führerschein machen – doch bei der Theorie-Prüfung fällt fast jeder zweite durch. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg stieg die Zahl der theoretischen Prüfungen in Sachsen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf gut 80 000. Doch bald die Hälfte der Kandidaten (44,1 Prozent) scheiterte. Im Jahr zuvor lag die Durchfaller-Quote etwas niedriger (43,1 Prozent). Bei den 64 640 praktischen Prüfungen hat 2017 fast jeder dritte Bewerber (32,8 Prozent) gepatzt. Angaben für 2018 lagen noch nicht vor.

Dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge hat die Zahl der Prüfungen fast überall in Deutschland zugenommen. Mit Durchfaller-Quoten von jeweils mehr als 40 Prozent schnitten Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besonders schlecht ab. Im Bundesdurchschnitt waren es 37 Prozent.

Der Führerschein wird immer teurer

Für Andreas Grünewald vom Fahrlehrer-Landesverband zeichnet die Statistik jedoch kein realistisches Bild von den sächsischen Fahrschülern. So komme es bei der Umschreibung von ausländischen in deutsche Führerscheine zu Durchfallern in „erheblicher Zahl“. Grund: In vielen Ländern würden Menschen eine Fahrprüfung absolvieren können, ohne zuvor Fahrstunden genommen zu haben.

Zudem müssen sich die Fahrschüler laut dem Landesverband Sächsischer Fahrlehrer darauf einstellen, dass ihr Führerschein teurer wird. Der Grund seien immer neue Investitionen. Weil die Dekra auf elektronische Prüfprotokolle umstelle, müssten die Fahrschulen neue Medien einführen – etwa elektronische Lernstandsbeurteilungen. Bei Ausbildung und Prüfung müssten elektronische Fahrerassistenzsysteme wie die Spur- oder Abstandskontrolle einbezogen werden. „Die dafür benötigten Autos sind teurer.“ Zudem gebe es wegen veränderter Prüfverfahren der EU immer weniger Autos mit Schaltgetriebe.

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Von RND/iro/dpa

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