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Mitteldeutschland Erstes Unister-Reiseportal ist verkauft – Jobs bleiben in Leipzig
Region Mitteldeutschland Erstes Unister-Reiseportal ist verkauft – Jobs bleiben in Leipzig
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13:43 15.11.2016
Das Unister-Reiseportal kurz-mal-weg.de wurde verkauft. Quelle: dpa
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Leipzig

Der Käufer Fit Reisen habe sich bei den Verhandlungen gegen eine Handvoll Mitbewerber durchgesetzt, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther am Dienstag gegenüber LVZ.de. Das Kurzreiseportal kurz-mal-weg.de hatte im Zuge der Unister-Insolvenz ebenfalls seine Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen. Der Kaufvertrag sei am Montag unterzeichnet worden. Über den Preis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Fit Reisen aus Frankfurt am Main ist ein 1975 gegründeter Veranstalter von Gesundheits- und Wellness-Reisen. Geschäftsführer Nils Asmussen kündigte an, kurz-mal-weg.de zum größten Kurzreisen-Portal in Europa auszubauen. Die 16 Arbeitsplätze sollen erhalten werden, ebenso der Standort Leipzig. Auch der Markenname sowie das Buchungs-Portal bleiben bestehen. Fit Reisen überführt dafür das Portal in die neugegründete Tochter KMW Reisen GmbH und will sich in Zukunft selbst auf „hochwertige Gesundheitsreisen nach Europa und Asien“ fokussieren. „Das ist die perfekte Kombination“, verspricht sich Asmussen.

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Verkauf erfolgte zum 1. November

„Mit Fit Reisen haben wir den perfekten strategischen Partner für kurz-mal-weg.de gefunden“, sagte Insolvenzverwalter Flöther. „Die nachhaltigen Pläne von Fit Reisen zum Ausbau des Portals waren überzeugend. Für kurz-mal-weg.de eröffnen sich nun zahlreiche spannende Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein Einstieg ins Veranstalter-Geschäft.“

Flöther betonte, dass der Geschäftsbetrieb von kurz-mal-weg.de ohne Unterbrechung in vollem Umfang fortgeführt werde. „Alle seit Insolvenzantrag gebuchten Reisen werden wie vereinbart erbracht.“ Die Gläubiger hätten der Übernahme bereits zugestimmt. Der Geschäftsübergang erfolge rückwirkend zum 1. November 2016. Kurz-mal-weg.de war bereits für einen möglichen Börsengang in eine eigene rechtliche Einheit ausgegliedert worden und konnte deshalb kurzfristig einzeln verkauft werden.

Weiter sechs Investoren für Reisesparte im Rennen

Für die anderen Portale der insolventen Gruppe wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de laufen weiter Investoren-Verhandlungen. Nach wie vor seien sechs Bewerber im Rennen, bestätigte der Insolvenzverwalter gegenüber LVZ.de. Die Entscheidung könne sich noch bis ins nächste Jahr hinziehen. „Wir schreiben schwarze Zahlen und stehen nicht unter Zeitdruck“, so der Sprecher. Ob die Reisesparte im Ganzen verkauft oder aufgeteilt wird, ist noch offen. Ziel sei weiterhin ein Paketverkauf, dies sei aber keine Kaufbedingung. Es gehe darum, den höchstmöglichen Erlös zu erzielen, so der Sprecher.

Unister hatte nach dem tödlichen Flugzeugabsturz von Firmenchef Thomas Wagner und Mitbegründer Oliver Schilling im Juli Insolvenz anmelden müssen. Das Internetunternehmen aus Leipzig betreibt etwa 40 Portale und beschäftigt nach Angaben des Insolvenzverwalters noch rund 850 Mitarbeiter.

Von Robert Nößler

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