Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Endlich Regen: Gewitter ziehen am Freitag nach Sachsen und Thüringen
Region Mitteldeutschland Endlich Regen: Gewitter ziehen am Freitag nach Sachsen und Thüringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:20 10.07.2019
Gewitterregen im Anflug: Ab Freitag könnte es auch in Sachsen und Thüringen nass werden – allerdings nicht flächendeckend. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Leipzig

Das dürfte für einige Dürregeplagte ein Hoffnungsschimmer sein: Von Donnerstag an zieht Gewitterregen in Deutschland auf. Besonders am Freitag kann es an zumindest an einigen Orten stramme Gewitter mit Starkregen geben. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net gibt die wichtigsten Antworten zur aktuellen Wetterentwicklung.

Wann gibt’s Regen in Sachsen und Thüringen?

In Sachsen und Thüringen könnte es ab Freitag soweit sein. „Die Luft wird am Freitag zunehmend schwül bei Temperaturen bis 26 Grad. Am Vormittag geht es mit den Gewittern im Westen und Süden los, später ziehen diese auch in den Osten. Da kann es vereinzelt dann tatsächlich zu Starkregenfällen und sogar Hagel kommen“, sagt Meteorologe Jung.

Wo wird es in der Region Leipzig nass?

Unsicher. „Es ist bei Gewitterregen wie immer: Einige werden richtig nass, andere gehen leer aus“, dämpft Jung allzugroße Erwartungen. Im Raum Leipzig sei von „null bis ganz viel“ alles drin, lokale Gewitterereignisse lassen sich weiterhin nur schwer punktgenau vorhersagen. Dennoch sagt Wettermann Jung: „10 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter sollten für Leipzig drin sein. Aber eben sehr lokal begrenzt.“

Die Regen-Grafik macht etwas Hoffnung im Dürre-Sommer: In Sachsen und Thüringen könnte es bis Sonntag um die 30 Liter Regen pro Quadratmeter geben. Quelle: wetter.net

Nützt oder schadet der Starkregen?

Er kann schaden! Die Wirkung des Starkregens ist eben nicht vergleichbar mit einem länger anhaltenden Landregen. „Der Regen haut auf den trockenen Boden auf, hat kaum Zeit einzuziehen und fließt fast sofort obererdig wieder ab. Das schadet dem Erdboden manchmal sogar noch mehr als das es hilft“, so Jung.

Lesen Sie auch: Starkregen und Hagel: Welche Versicherung zahlt bei Schäden?

Wie geht es weiter?

Auch am Sonnabend bleibt es wechselhaft mit einem Mix aus Sonnenschein und Regenschauern, anfangs können nochmals Blitz und Donner dabei sein. Temperaturen dann 17 bis 23 Grad. Sommerlicher wird dann schon wieder der Sonntag sein, trocken geht es dann am Montag und Dienstag in die neue Woche. Die Temperaturen pegeln sich in der Region Leipzig bei 22 bis 24 Grad ein.

Ist der Juli bislang zu kühl?

Im Norden auf jeden Fall. Aktuell ist es zwei Grad zu kalt als im langjährigen Durchschnitt. Pech, wer gerade an der Nord- und Ostsee Urlaub macht: Statt Strandsommer hatte sich hier zuletzt Herbstfeeling eingestellt. Allerdings wird es besser: Am Wochenende klettern die Temperaturen zumindest an der Ostsee wieder über 20 Grad. Insgesamt aber ist der Juli im Vergleich zum Hitze-Juni bislang eher eine Enttäuschung. Selbst eine mögliche neue Hitzewelle zum Monatsende würde die negative Temperaturabweichung für den Gesamtmonat kaum noch herumreißen. Heißt: Der Juli könnte insgesamt zu kalt als normal ausfallen!

Und wann kommt die nächste Hitzewelle?

Tatsächlich gibt es seit Mittwoch eine überraschende Entwicklung: Nach den aktuellsten Modellrechnungen des US-Wetterdienstes NOAA könnte im letzten Juli-Drittel eine neue Hitzewelle anstehen. „Die Wetterlage wäre ähnlich zu der Ende Juni. Wiederum würde direkt aus der Sahara über das Mittelmeer bis zu uns nach Deutschland heiße Luft strömen. Diese könnte dann wieder zu einer neuen Hitze führen“, so Jung. Zugleich betont der Wetter.net-Experte: „Das ist erstmal nur ein Trend.“ Das europäische Wettermodell, was nur zehn Tage voraus berechnet, hat noch keine neue „Sahara-Hitze“ auf dem Schirm.

Die Prognose: Wie wird der August?

Es wird kein großer Hitzemonat. So lautet zumindest die Trendprognose des US-Wetterdienstes NOAA für Deutschland. Danach bleiben die August-Temperaturen im normalen langjährigen Durchschnitt. Allerdings: Es bleibt laut NOAA auch im August zu trocken. Für den Dürresommer 2019 gibt es danach keine Entwarnung.

Von Olaf Majer

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Sachsen werden weniger und älter: Im Jahr 2060 sollen nach aktuellen Berechnungen nur noch zwischen 3,4 Millionen und 3,7 Millionen Menschen im Freistaat leben. Dies bedeutet einen Bevölkerungsrückgang von hunderttausenden Bewohnern im Vergleich zum Jahr 2018.

10.07.2019

Mehr als 1100 gescheiterte Asylbewerber wurden in den vergangenen Monaten aus Sachsen abgeschoben. Der Innenminister lobt die verschärften Migrationsgesetze, während der Flüchtlingsrat unnötige Härten bei der Abschiebung kritisiert.

10.07.2019

Die AfD geht gerichtlich gegen die teilweise Streichung ihrer Kandidatenliste zur Landtagswahl vor. Demnach will die Partei in Sachsen und auch in Karlsruhe Verfassungsbeschwerden einreichen. Außerdem klagen sechs Leipziger Mitglieder.

10.07.2019