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Mitteldeutschland Drei Mega-Stadtviertel für Leipzig – 2020 rollen überall die Bagger
Region Mitteldeutschland Drei Mega-Stadtviertel für Leipzig – 2020 rollen überall die Bagger
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21:07 24.09.2019
Ein Blick von der Kurt-Eisner-Straße (unten) nach Norden: So sieht der aktuelle Entwurf für das neue Stadtviertel am Bayerischen Bahnhof (oben) aus. Die grau gehaltenen Baukörper zeigen nur künftige Proportionen, aber noch keine Fassaden an. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Bei den Plänen für drei riesige neue Stadtviertel in Leipzig herrscht jetzt wieder durchweg freie Bahn. Am Montag habe die CG Gruppe alle erforderlichen Dokumente und einen Antrag zur Übertragung der Vorhabenträgerschaft für den Eutritzscher Freiladebahnhof im Rathaus eingereicht, erklärte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) am Dienstag. „Die Unterlagen sind bereits vorgeprüft, daher können wir eine positive Entscheidung voraussagen.“ Einer Übertragung des Mega-Projekts im Umfang von einer Milliarde Euro an Wiener Investoren stehe also nichts mehr im Wege. „Wir sind uns alle einig, dieses Vorhaben gemeinsam und schnellstmöglich zu verwirklichen.“

„Wir wollen in Leipzig bleiben, das Projekt zu einem guten Ende bringen“

Streit komme selbst in der besten Ehe mal vor, meinte Nematollah Farrokhnia vom neuen Eigentümer, der Imfarr Beteiligungs GmbH aus Wien. Der bekannte Manager war 20 Jahre lang Vorstandschef des Baukonzerns Strabag, feierte erst letzte Woche seinen 40. Hochzeitstag. „Wir wollen in Leipzig bleiben, das Projekt zu einem guten Ende bringen und vielleicht weitere folgen lassen“, sagte er.

Wie berichtet, war es wegen des Verkaufs des 25 Hektar großen Areals an der Delitzscher Straße zu Konflikten zwischen Stadt und CG Gruppe gekommen. Der Streit sei nun konstruktiv gelöst worden, versicherte Dubrau. Sie dankte ausdrücklich auch der CG Gruppe, die das Baufeld noch bis Mitte 2020 mit großen Maschinen herrichte. Am Eutritzscher Freiladebahnhof habe man gemeinsam „in Rekordzeit“ ein für Leipzig neuartiges Verfahren der kooperativen Baulandentwicklung umgesetzt – samt umfassender Bürgerbeteiligung von Anfang an.

Neues Modell soll helfen, entstandenen Zeitverzug aufzuholen

Um den Zeitverzug der letzten Monate wieder aufzuholen, wolle die Stadt nun beim Erstellen des Bebauungsplans erstmals ein Modell aus Berlin übernehmen. Es bestehe aus zwei Stufen und ermögliche so, die Erschließungsarbeiten für Straßen und weitere Infrastruktur schon Ende 2021 zu starten – selbst wenn dann noch nicht jede Hausecke im Detail geplant sei.

Das sind die aktuell 20 größten Bauprojekte in Leipzig.

Von den 2200 neuen Wohnungen in Eutritzsch sollen etwa 700 mietpreisgebunden sein. Zu dem autoreduzierten Viertel gehören ebenso ein Park auf 5,5 Hektar, zwei Kitas, Turnhallen, Grund- sowie Oberschule, genossenschaftlicher Wohnungsbau, viel Gewerbe und eine Kulturmeile im früheren Lokschuppen. „Wenn die erste Wohnung fertig ist, müssen auch die Schulen öffnen“, so Dubrau.

Bei Bürgerforum aktueller Stand für Areal am Bayerischen Bahnhof vorgestellt

Am Montagabend wurde bei einem Bürgerforum der aktuelle Stand für ein 36 Hektar großes Areal am Bayerischen Bahnhof vorgestellt. Dort sind unter anderem über 1600 Wohnungen (davon 390 mietpreisgebunden), drei Schulen, vier Turnhallen, 150 000 Quadratmeter Gewerbeflächen, eine neue Brücke über die S-Bahn-Trasse und ein 1,7 Kilometer langer Park vorgesehen. 2020 wollen die Investoren Buwog und Stadtbau AG mit zunächst vier Vorhaben starten: darunter eine Kita und Grundschule.

Für Gebiet nordwestlich des Hauptbahnhofs ist Bebauungsplan rechtskräftig

Für elf Hektar nordwestlich des Hauptbahnhofs (Gelände des früheren Thüringer Bahnhofs) ist der Bebauungsplan schon rechtskräftig, so Dubrau. „Die Erschließungsarbeiten beginnen 2020.“ Zwei Familienunternehmen aus Bremen wollen dort 700 Wohnungen, ein Gymnasium samt Turnhalle, Sportplatz, Hotel, Kita und einen Park mit einem Wasserplatz an der Parthe errichten.

Von Jens Rometsch

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